Zwei Jahre nach dem ersten Teil kam Plattfuß an seine alte Wirkungsstätte Neapel zurück, um noch einmal den Rauschgifthandel zu bekämpfen. Zumeist als „Plattfuß in Hongkong“ bekannt, spielt jedoch nur der Mittelteil des Films in Asien und auch dort bemüht das Skript gleich mehrere Schauplätze, als Rizzo versucht, die Hintermänner der Rauschgiftdeals herauszufinden und durch die Umschlagplätze reist.
Das Skript ist immer noch hochwertig für einen Spencerfilm und noch ist der Ton vergleichsweise ernst. Zwar scheint der Plot stark gedehnt zu sein, um die Exotik der einzelnen Schauplätze richtig ins Bild zu setzen und im nachhinein wirken viele der asiatischen Ziele um der reinen Bilder wegen ausgewählt zu sein, aber fesseln tut der Film immer noch.
Ausgangspunkt ist immer noch Neapel, wo die Drogen nun von der anderen Seite des Erdballs zu kommen scheinen, die größeren Probleme aber von den Vorgesetzten drohen, denn das FBI schaltet sich ein und Rizzo wird auf den Ex-Gangster Baretta angesetzt. Zwischen den beiden scheint sich ein Wettlauf um die Informationen zu entspinnen, obwohl Baretta selbst aus den gleichen Absichten wie Rizzo unterwegs zu sein scheinen. Dabei gerät Rizzo jedoch selbst in Verdacht und landet im Gefängnis.
Alle Elemente sind wieder vorhanden: Rizzo ist den Ereignissen (aus hier nicht genannten Gründen) immer einen Schritt hinterher, sein komischer Sidekick Caputo und der kleine Dieb Gennarino sorgen für leichtgewichtige Unterbrechungen, die Vorgesetzten mauern und Rizzos Faust hat noch niemand widerstanden, am allerwenigsten die Asiaten. Das führt wieder zu deftigen Keilereien, wobei es ein Wiedersehen mit den drei US-Matrosen aus dem ersten Film gibt.
Leider beginnt hier schon der Trend, Rizzo mit einem Kind zu paaren, um zusätzliche niedliche oder lustige Szenen zu generieren. Hier ist es ein kleiner Asiate, der nach einem Mordanschlag auf die Mutter an Rizzo kleben bleibt. Diese Art der Paarung wurde später noch breiter getreten.
Ansonsten schwankt der Ton immer wieder ins Grimmige, wenn Caputo etwa angeschossen wird oder Rizzo im Knast landet, die Reihe von Toten, die bei Rizzos Ermittlungen zurückbleibt, ganz zu schweigen.
Auch die Auflösung deutet sich für aufmerksame Zuschauer schon an, bevor es wieder nach Neapel geht, aber die schöne Schlußkeilerei entschädigt für Vorhersehbarkeiten. (7/10)