"The Day After Tomorrow" basiert auf einem wissenschaftlichen Hintergrund, der davon ausgeht, dass bei einem zu starken Abschmelzen der Polkappen, der Salzgehalt im Atlantik rapide sinken würde, was dann wiederum dazu führen würde, dass der Golfstrom seine Kraft verlieren könnte, da sich die Dichte des Wassers verändert. Dadurch kämen keine warmen Meeresströmungen mehr in den Nordatlantik und das Klima auf der Nordhalbkugel würde sich deutlich abkühlen. So weit, so gut... Doch im Film laufen diese Prozesse natürlich in ihrer direkten Wirkung zu stark und vor allem viel zu schnell ab. Filmisch bewegt sich der deutsche Regisseuer Roland Emmerich hier erneut im Bereich des Hollywood-Blockbusterkinos, dem es natürlich auch viel mehr um seine Effekte geht, als um eine plausible Geschichte. - Bombastisch inszenierter Katastrophen-Thriller, der nicht immer glaubwürdig, doch aber mitreißend und spektakulär inszeniert ist. Zudem wird das Thema des Klimawandels, zwar nicht in allen Facetten realistisch, doch aber zumindest einer breiten Masse zugänglich gemacht. Und auch das ist schon mal Anerkennung wert.