Review

Wenn die siamesischen Zwillinge Spencer/Hill getrennt wurden, schien meistens auch der Spaßfaktor halbiert zu sein. Nur selten konnten sich beide aus dem Schatten des jeweils anderen lösen, Hill kam dabei - zumindest für meinen Geschmack - in der Regel besser weg, ich denke da nur an die Nobody-Filme. Für Bud Spencer war „Sie nannten ihn Mücke" einer der wenigen Filme, die sich noch im grünen Bereich befanden.

Dass die Macher den Plot - ein ehemaliger Profisportler gibt einer Deppenmannschaft von Italienern Unterricht im Football, um die hiesig stationierten US-Soldaten herauszufordern - allerdings so megaoriginell fanden, das sie in den 80ern mit dem „Bomber" quasi ein Remake (diesmal als Boxtrainer) drehten, muss man nicht unbedingt verstehen. Die Story an für sich interessiert eigentlich auch nur am Rande, denn was man von Spencer erwartet, bekommt man hier wahrlich satt zu sehen: Gekloppe, bis die Schwarte kracht. Dabei sind die daran Beteiligten - egal ob Italiener oder Soldaten - so was von hochgradig bescheuerte Typen, dass mancher sich unwillkürlich an den Kopf fassen wird. Sehenswert natürlich Mückes Gegenpart Sergeant Kempfer - Raimund Harmsdorf in einer Paraderolle. Klar, dass zum finalen Football-Match noch einmal tüchtig ausgeteilt wird.

Fazit: Für einen Solo-Film von Spencer nicht übel, dennoch ist mir das Duo Spencer/Hill lieber.

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