Review

Mit über 60 Jahren spielte Bud Spencer den Privatdetektiv Jack Costello in dieser 12-teiligen Krimiserie, co-produziert von RTL.

In Episode 3 erleben wir Spencer in einem seiner wohl ungewöhnlichsten Filme.
Ein Kindermörder macht Miami unsicher. Der junge Polizist Blake (Christopher Atkins) kam zu spät an den letzten Tatort. Der Killer konnte um Haaresbreite entkommen. Fortan macht sich Blake schwere Vorwürfe. Jack Costello greift der Polizei bei den Ermittlungen unter die Arme und kann bald einige Verdächtige aufweisen ...

Im Gegensatz zu fast allen anderen Teilen von "Extralarge" gibt es hier absolut keinen Platz für Humor. Die Szenerie ist düster, die Story äußerst fesselnd und teilweise sogar beängstigend intensiv. Selbst Philip Michael Thomas, der sonst eher negativ durch dumme Sprüche auffällt, hält sich angenehm zurück. Auf diesem Niveau hätte es im Laufe der Serie mehr Filme geben können!

Action gibt es in "Miami Killer" kaum zu verzeichnen. Insofern ist das in der OFDb angegebene Genre irreführend. Keilereien und Verfolgungsjagden wären wohl der heiklen Thematik auch nicht besonders zuträglich gewesen. Costello langt lediglich im Finale kurz hin. Die Auseinandersetzung mit dem Killer ist allerdings keine typische Prügelei, sondern ein richtiger Kampf, der zudem von Spencers Double ausgeführt wird.

Einziger Kritikpunkt an dieser Folge ist die Tatsache, dass zwar etliche Verdächtige als Kindermörder in Frage kommen, diese sich jedoch Drehbuch-bedingt mehr als nur auffällig verhalten, um vom echten Täter abzulenken. Den wahren "Miami Killer" kann man nämlich ganz schnell erraten, wenn man zu Beginn gut aufpasst!

Trotzdem ist dieser wirklich spannende Thriller nicht nur für Fans der Krimireihe sehenswert!
7/10 Punkten.

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