"Paura il diavolo"
Als die italienischen „Opening Credits“ (bei einer englischen Produktion) einsetzten, war ich noch guter Hoffnung einen netten Amateurfilm für zwischendurch serviert zu bekommen.
Naja…
Als Anfang der 90er jeder Haushalt mit einem Camcorder ausgerüstet war, wurde die Welt regelrecht überschwemmt mit drittklassigen Billig-Horrorfilmchen aus der Amateurecke. „Paura il diavolo“ ist da keine Ausnahme. Dieser Kurzfilm ist mehr eine „Fanmade Fortsetzung“ der „Demoni“-Filme Lamberto Bavas, als ein eigenständiges Werk. Neben der 1:1-Umsetzung der Dämonenverwandlungen und Auferstehungen sticht hierbei die (unrechtliche) Verwendung des Scores der Filme und vor allem des „Gothic/Rock“-Songs „Rain“ der Band „The Cult“ heraus. Dies und die Verwendung einer Szene aus Dario Argentos „Opera“ (wohl das Beste an „Paura il diavolo“) dürften wohl der Grund dafür sein, dass dieser Kurzfilm nur als Bootleg-Tape auf dem Markt existiert. Ob die Kurzfilmsammlung von "Three Tickets to Hell", auf der dieser Film auch enthalten ist überhaupt Legitimität besitzt, entzieht sich meines Wissens.
Ob der Film nun empfehlenswert ist? Für Fans von Schundwerken wie „Violent Shit“ vielleicht, denn dieser Amateurschrott ist für die Macher sicherlich eine nette Teenage-Erinnerung, aber für ein ernstes Publikum wurde es keineswegs geschaffen.
Zwar versprüht der Film weitaus mehr Professionalität als bspw. „Bad Karma“, dafür ist er aber schlichtweg zu uninspiriert und langweilig.
Wer eben genannten Film und den „Demoni“-Teilen was abgewinnen konnte, wird auch an diesem Kurzfilm gefallen finden, jedoch ob diejenigen ihn überhaupt zu sehen bekommen können ist eine andere Frage.
Ich für meinen Teil wünschte, dass ich mit dieser halben Stunde meines Lebens was Sinnvolleres angefangen hätte.
02/10