Review

Wong Chi Hang gerät mit seinem Chef in einen Streit über Spielschulden, da sein Chef ihn des Falschspielens beschuldigt. Wong bringt seinen Chef Cheng Lau um, verbrennt ihn und flüchtet nach China. Acht Jahre später gibt er sich als neuer Geschäftsführer des kleinen Restaurants aus, als die Leiche im Meer angeschwemmt wird. Die Polizei ermittelt nach dem Mörder des zerstückelten Leichnams und gerät schließlich auch an das kleine Restaurant. Zuvorkommend kredenzt ihnen Wong die beliebten Barbecueteigtaschen. Was sie nicht wissen: die delikate Fleischfüllung war bis vor kurzem noch sein neuer Mitarbeiter. Als die Versuche von Wong, den Laden offiziell auf sich überschreiben zu lassen, scheitern, da der Besitzer ja nicht mehr aufzutreiben ist, reagiert er höchst verärgert und schafft all jene aus dem Weg, die sein Doppelspiel durchschauen könnten. Das Geschäft mit den Barbecuebuns erfreut sich derweil zunehmender Beliebtheit. Dieser Cat 3 Knaller hat einiges an deftigen Szenen zu bieten, sowohl die vermoderten Leichenteile als auch die blutigen, brutalen Morde haben es in sich. Vor allem ist es die Idee der menschlichen Snacks, die „Untold Story“ den kranken Charakter verleiht. Dem gegenüber stehen die dümmlichen Polizisten, deren running Gag der Inspektor ist, welcher immer wieder mit hübschen Frauen aufläuft, und seine nichtnutzige Ermittlercrew mit Anweisungen instruiert, während die sich overactend zum Affen machen. Die kuriosen Ermittlungsmethoden wirken oft albern, während der Charakter des Killers gänzlich ernst zu nehmen ist. Zwar haut der auch hier und da etwas komödiantisches heraus, jedoch zuckt nicht umsonst jeder aus seinem Umfeld vor ihm ab. Wer „Ebola Syndrome“ gesehen hat, kennt seine Qualitäten als kaltblütiger, ekliger Fiesling. Als Wong von der Polizei gestellt wird, ist das kranke Szenario noch lange nicht vorbei sondern läuft erst zur Hochform auf. Zu guter letzt gipfelt alles in einem finalen Rückblick auf die früheren Ereignisse in Hongkong. Das Schlachtfest an einer 8-köpfigen Familie ist ein blutiges Highlight des asiatischen Sicko-Kinos. Brutal, verstörend und mit heftigen Ideen im Detail. Da bleibt einem nicht selten das alberne Lachen im Halse stecken.

Fazit: Kranke Gewaltorgien treffen auf alberne Comedy. Krude Mischung, für Sickofans jedoch auf jeden Fall Pflichtprogramm, für empfindliche Gemüter auf keinen Fall auszuhalten. 9/10 Punkten

Details
Ähnliche Filme