Plot: Skyhigh - The Movie ist der Pilotfilm zur gleichnamigen TV-Serie. Mina wird an ihrem Hochzeitstag überfallen und ihr wird das Herz rausgerissen. Dieses Herz braucht der böse Kudo, der durch seine bizarren Ritualmorde (6 an der Zahl) den Lord of Darkness erwecken will. Ihm ist der Polizist Kanzaki (Mina's Verlobter) auf den Fersen. Es kommt zum Showdown am Tor zwischen Himmel und Hölle.
Machart: Ryuhei Kitamura verfeinert je länger je mehr seine ganz eigene Art der Inszenierung. Schon in seinen Filmen "Aragami" und "Alive" möchte man manchmal zum Gamepad und somit ins Geschehen eingreifen. So auch in "Skyhigh". Die Kulissen sind allesamt bis ins Detail durchdesignt, so dass man manchmal das Gefühl hat einem PS2-Game beizuwohnen. Die Kameraarbeit ist von höchstem Niveau, und die eingestreuten Swordsplay-Szenen sind spannend und einfallsreich gestaltet. Der Soundtrack ist sehr beeindruckend, wie in den meisten asiatischen Filmen der neueren Generation. Bleibt noch die Story, und da habe ich so meine Mühe mit dem Film. Als Liebhaber von Kitamura's Filmen bin ich etwas enttäuscht worden. Die Story mag zwar vorgegeben sein, aber dass es Kitamura nicht geschafft hat der dünnen Geschichte mehr Inhalt zu verleihen, hat mich schon ein wenig gewundert. Im Vergleich mit "Aragami" (welcher eigentlich viel weniger Story beinhaltet) kommt "Skyhigh" einfach zähflüssig rüber. Es wird für meinen Geschmack einfach zuviel gelabert. Die Swordsplay-Szenen sind über die ganze Dauer gesehen zu knapp ausgefallen. Am Schluss, quasi im Showdown, gibt es zwar dann wenigstens etwas längere Fights, aber die werden leider immer wieder unterbrochen, weil die Story an 2 Schauplätzen gleichzeitig spielt. Hinzu kommt noch dass Kitamura unter dem Titel "The Messenger" einen Teil der Story (oder wenigstens einzelne Figuren) schon einmal als Kurzfilm verbraten hat.
Cast: Der Film ist vom Cast her absolut sehenswert. Allen voran natürlich die Mädels. Mit Yumiko Shaku spielt ein recht unbeschriebenes Blatt die Hauptrolle ausgezeichnet. Erwähnenswert sind auch Kanae Uotani, die schon "The Messenger" zu einem Highlight machte, und Takao Osawa, der seine Rolle als Bösewicht sehr gut spielt und den man aus "Aragami" kennt.
Mit Hiromasa Taguchi hat man es andererseits geschafft, eine echte Nervensäge an Land zu ziehen. Seine Rolle scheint -ob gewollt oder nicht- von der des Dan Smithson (Forest Whitaker in "Species") abgekupfert zu sein. Nur leider ist dieser "Seher" in Skyhigh die noch grössere Pappnase. Alles in allem aber eines der hübschesten Castings das ich bisher in einem asiatischen Film gesehen habe...
Die DVD: Meiner Kritik liegt die DVD von Tokyo Shock zu Grunde. Die Bild- und Tonqualität ist tadellos, die englische Synchro ist grauenhaft, weshalb ich nach 5 Minuten auf Original-Ton umschalten musste. Die englischen UT's sind gut lesbar. Die Doppel-DVD enthält sowohl die Kinofassung wie auch den etwas längeren Director's Cut. Als Extras gibt es noch ein Making of, den Audio-Kommentar sowie des übliche Zeugs wie Trailer und Bildergalerie. Das ganze kommt in einem sehr schönen Hochglanz-Pappschuber.
Fazit: Meiner Meinung nach definitiv nicht Kitamura's bester Film. Um es mit Werken wie "Aragami" und "Alive" aufzunehmen, dafür fehlt einfach der Pfeffer. Es wird viel geredet, theroretisiert, erklärt,... die Action kommt einfach zu kurz. Wenn es denn sein muss, kann ich aber die Tokyo Shock-DVD von der Qualität her absolut empfehlen. Obwohl er sehr gut gemacht ist: 7/10