Es ist eindeutig, worauf Caligula hinauswill: Porno, Porno, Porno. Dazu ein bisschen Schlachterei und sozialkritisches Ambiente, aber im Grunde genommen geht es doch hauptsächlich um Nacktheitszustände und die dazu passenden seelischen Begierden. Dessen ungeachtet bietet der Film eine interessante, historisch rückgekoppelte und psychologisch ausgearbeitete Erzählung um die Höhen und Tiefen des Machttragens in einem von Dekadenz, Unmäßigkeit und mancherlei Zerfallserscheinungen geprägten Reich, die sich zu den schönen und manchmal auch ins Grausame tendierenden Akt- und Nacktaufnahmen gesellen und dem Stammhirn reizenden Kern einen anständigen Anstrich von Niveau und Kultiviertheit verleihen, über den man dann zwischen dem ans Sexuelle gebundenen Genuss/ Entsetzen, je nachdem, auch kritisch nachdenken kann. Und genau diese mit Anspruch vermengte Erzählumhüllung machen den nicht gerade als Kurzfilm zu bezeichnenden Streifen dann doch sehenswert. Hinzu kommt das schön-niedliche Antlitz der damaligen Teresa Ann-Savoy (mannomann, allein der Name ist schon so knistrig...) und die netten fellinischen Gestaltungsideen.
Naja, und Malcolm McDowell spielt das, was er immer spielt, das passt schon irgendwie.