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Nachdem er den Tod seines Grossvaters,des Kaisers Tiberius verschuldet hat, wird Caligula der neue Caesar von Rom, der Beginn einer Schreckensherrschaft. Da er seine Schwester Drusilla abgöttisch liebt, lebt er in einer inzestuösen Beziehung mit ihr, er feiert wilde Orgien, bestraft Leute überhart für das kleinste Vergehen oder lässt sie aus dem Weg räumen. Er ernennt sein Lieblingspferd, mit dem er nach dem Tod von Drusilla das Bett teilt, zum Stadthalter von Rom, und die Geburt seines Kindes, das ihm seine Frau Cesonia, eine ehemalige Hure, schenkt,wird zum Fest bei Hof, bei dem Cesonia während der Niederkunft vor den Gästen auf einem Podest steht. Als er dann allerdings, um die leere Staatskasse aufzufüllen ein "Staatsbordell" in Form einer Galeere ins Leben ruft, wo man für 5 Goldstücke die Frauen der Senatoren von Rom vögeln kann, hat er es zu weit getrieben. Da er nun den Zorn der allerletzten Gefolgsleute auf sich gezogen hat, hat er jeden Kredit verspielt, er und seine Familie werden blutig ermordet.
Am besten bezeichnet man diesen Film wohl mit "Monumental-Historien-Porno-Schocker" oder so ähnlich. Der Film entstand nach einem Theaterstück von Gore Vidal, der bei diesem Film für das Drehbuch verantwortlich war. Tinto Brass führte Regie, was dabei herauskam war hart und schockierend, enthielt aber für Produzent Bob Guccione, den Chef des Penthouse-Magazins, anscheinend zu wenig Sex, viel zu wenig Sex. So war er dafür verantwortlich, das dem fertigen Film nachträglich noch ein Haufen Hardcore-Pornoszenen, die nachträglich am Set gefilmt wurden, eingefügt worden sind. So entstand ein 156 min. langes Endprodukt, ein Film der alles bietet, was desjenigen Herz begehrt, dem die bisherigen Römerfilme zu harmlos waren. Der Film enthält in seiner uncut-Fassung viele perverse Goreszenen, viel Hardcore-Sex und nackte Haut, daran mangelt es wahrlich nicht. Die Ausstattung ist sehr aufwändig und kann sich durchaus sehen lassen, die Kostüme und Kulissen sehen wirklich gut aus, genau wie die meisten Frauen in diesem Streifen, es wimmelt nur so von Schönheiten. Malcolm McDowell ist die perfekte Besetzung für die Titelrolle, mit seiner onehin dämonischen Ausstrahlung überzeugt er voll und ganz als Caligula und muss als Idealbesetzung bezeichnet werden.
Der Film dauert wie gesagt 156 min., das ist lange, doch langweilig ist der Film nicht, es gibt immer etwas zu sehen, mir jedenfalls ist er nicht zu lang vorgekommen. Ich kann den Film empfehlen, natürlich nicht uneingeschränkt jedem, aber ich kann ihn empfehlen.

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