Review

Nachdem ich auf der „Recon 2020“ DVD den Trailer zu diesem Film gesehen habe, hätte ich nie gedacht dass ich mir jemals den Film angucken würde. Aber dank verrückter Freunde die so was mal einfach bestellen, kam ich nun doch in dem „Genus“ des Streifens.

Die Handlung ist wie der der Film; nämlich dämlich. Von Militär gezüchtete Spinnen brechen durch das bescheuerte Verhalten 2er Soldaten aus dem Komplex aus und greifen L.A. an. Die meisten sind „nur“ Fußball groß, eine andere nimmt Tarantula Ausmaße an. 1 Panzer mit 2 Soldaten und der eine oder andere Hubschrauber nehmen den Kampf auf, währenddessen ein paar Blocks weiter noch ein Kanister in einem Tonstudio aufgebrochen wird und das gleiche noch mal passiert.

Das einzige was etwas Charme hat, ist die Zerstörung von Modellandschaften a la Godzilla. Hier wurde sich schon etwas mühe gegeben. Spielzeugpanzer und Hubschrauber bomben die halbe Stadt kaputt um die Riesenspinne zu zermanschen. Das Monster selbst richtet im Gegenzug verhältnismäßig wenig schaden an. Aber was solls. Leider schwenkt der Film alsbald von der Spielzeugaction weg und viel auch noch ein Horrorfilm sein. Denn eine Hackfressen besetzte Musiktruppe kämpft in einem Tonstudio um ihr überleben. Dort gibt es auch einige billige Splattereffekte zu sehen. Die sind aber nur schlecht (die Puppen sehen nicht annährend wie die Darsteller aus), so dass hier der letzte Spaß verloren geht. Überhaupt gibt es etliche richtig miese Tricks zu erkunden von dem die CGI Spinnen den Höhepunkt darstellen.

Deren Qualität angepasst, haben sich auch die Darsteller. Von Pornoguru Ron Jeremy (in einer Minirolle) mal abgesehen, kennt man sowieso keinen und so spielen sie auch. Dilettantisch bewegen sich die Kameraden vor der Kamera und gucken genau so, wie man es von so einem Semiprofessionellen Film erwartet. Total bescheuert.

Zu guter letzt bietet auch noch die Story und Regie genug Potenzial um einen nicht mehr aus dem Kopfschütteln zu entlassen. Ich musste aufpassen dass ich mir dabei nicht das Genick breche. Regisseur Jeff Leroy hat bereits über 10 Filme gemacht, aber nach diesem Ding werde ich mir keinen mehr angucken. Logiklöcher sind ja OK, aber hier wird ohne Sinn und Verstand irgendwas in die abstruse Story gepackt. Da Platzt eine Spinne aus den Rücken eines Soldaten ohne das der Zuschauer weiß wie sie in ihn hereingekommen ist, da verwandelt sich ein nur einziges Opfer plötzlich in eine Wer-Spinne, da kommen aus einem kleinen Kanister hunderte von Spinnen, die Anschlussfehler fallen einen irgendwann nicht mehr auf, einer der Hauptdarsteller verschwindet einfach…usw.….ich könnte ewig weitermachen. Das die Ausstattung absolut lächerlich ist, tut dann auch nicht mehr zur Sache.

Fazit:

Selbst als Trashfan war der Streifen ziemlich unerträglich. Die Regie ist einfach zu dilettantisch, etliche Effekte zu schlecht und die Story ist extrem scheiße verwurstet wurden.
Einzig die Modelaction in der Stadt (mit Plakaten wie: ROBERT GINTY is THE EXTERMINATOR oder EMINEM IN CONCERT) und eine schwachsinnige Szene als plötzlich eine Spinne spricht und seiner Armee aufruft alle zu töten, da sie über Jahren im Musikstudio schreckliche Covermusic erdulden mussten, hat der Film gar nichts zu bieten. Deswegen die Höchststrafe!

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