"Porky's" kann ohne weiteres als das amerikanische Pendant zu der populären "Eis am Stiel"-Reihe gelten und genießt einen ähnlichen Kultstatus. Zwar werden die ersten beiden Teile der israelischen Komödienreihe nicht erreicht, doch die beiden "Porky's"-Filme von Bob Clark sind immerhin noch um Längen besser als die restlichen Stiel-Filme.
Der Humor ist platt, sexistisch und nur einer von vielen Gags zündet wirklich, auch die schauspielerischen Leistungen sind dürftig. Die meisten Schauspieler sind unüberzeugend und es gibt keinen charismatischen Sympathieträger. Die Charaktere sind absolut klischeehaft, doch gerade durch die krasse Überspitzung bekommt der Film unfreiwillig etwas parodisches.
Die Qualitäten des trashigen Kultfilms liegen eher in anderen Bereichen: Die Musik ist stimmig ausgewählt (auch wenn die Eis am Stiel-Soundtracks nicht erreicht werden) und die respektlose Albernheit kann wirklich Spaß machen. Als turbulenter Partyfilm funktoniert "Porky's" trotz einiger Längen halbwegs, vor allem weil es doch recht freizügig zugeht und kaum eine Szene ohne derbe Zoten und Hohle Dialoge auskommt.
Die junge Kim Catrall ist aus heutiger Sicht das Highlight des Films, ist der heutige Megastar hier in einer Nebenrolle zu bewundern und zwar jung, knackig und megasexy. Die stereotype Rolle von Catrall ist obligatorisch für das recht niveaulose Frauenbild im Film, doch da es sich um eine Teenieklamotte handelt steigert das eher den Spaß und trägt zum rundum schemenhaften Gesamteindruck des Films bei.