Review

Einer der besten Cyberpunk-Filme

Nach dem Erfolg von TETSUO – THE IRON MAN dauerte es (naürlich) nicht lange, bis in Japan ähnliche/vergleichbare Filme veröffentlicht wurden. Einer davon war 964 PINNOCHIO von Shozin Fukui.

Etwa 5 Jahre später drehte dieser das Prequel zu PINNOCHIO. Prequel? Ja, obwohl er erst Jahre später gedreht wurde, ist RUBBER’S LOVER tatsächlich eine Art Prequel von 964 PINNOCHIO.

Ich möchte RUBBER’S LOVER jetzt gar nicht erst mit dem genialen TETSUO vergleichen. Klar, sehr einfach ausgedrückt, könnte ich diesen Film als "Mix" von TETSUO – THE IRON MAN und GUINEA PIG – DEVIL’S EXPERIMENT bezeichnen.

Nein, RUBBER’S LOVER ist nicht etwa ein typischer Folterfilm. Teilweise jedoch einer "kranksten" überhaupt... Manch ein Zuschauer wird bestimmt froh sein, dass der Film in schwarz-weiss gedreht wurde (spätestens dann, wenn ein menschlicher Körper in kleine Fetzen zerrissen wird...).

RUBBER’S LOVER hat mir insgesamt klar besser gefallen als 964 PINNOCHIO (mit seiner zu langen und bald nervenden "Erbrech-Szene"...). Zwar ist auch RUBBER’S LOVER längst nicht immer leicht verständlich – und auch nicht gerade logisch. Zudem bietet er (zu Beginn) einige etwas langweiligere Passagen.

Egal! Einige Szenen sind visuell so beeindruckend, dass man rasch einmal alles andere vergisst. Auch die Geräuschkulisse trägt ihren Teil zu einer genialen Gesamtatmosphäre bei. Ganz egal, ob Minuten lang geschrien wird – oder man nur das leise Surren der Maschine hört...

Eindrücklicher, geiler, unvergesslicher Cyberpunk!

Mainstreamer werden diesen Film hassen, zumindest einige Filmfans und besonders die Genrefans werden ihn jedoch vermutlich lieben. Und ihn hier hoffentlich ebenfalls mit verdienten 10 Punkten bewerten!

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