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Ein Alptraum im Cyber-Irrenhaus - visuell durchaus interessant, aber inhaltlich eine einzige Baustelle. RUBBER'S LOVER erweist sich schnell als zutiefst kryptisch, hektisch, kalt, strange und kaum zugänglich. Die bizarren homemade Basteleien aus Schrottteilen in Verbindung mit der Schwarzweißfotografie und den Stroboskopeffekten, die beide bedauerlicherweise viele Details schlucken, rücken das anstrengende experimentelle Movie in die Nähe von TETSUO: THE IRON MAN. Doch mit dem Kultfilm von 1989 hat dieser wirre Abklatsch ansonsten nur wenig gemein. Im allgemeinen Gezucke, Gesabber und Geblute geht viel an Verständnis für die Figuren und ihre Schicksale unter. Stattdessen "dürfen" wir Minuten lang das Dauergewinsel der menschlichen Versuchskaninchen über uns ergehen lassen, während Folter auf Fetisch (Gasmasken, Gummischläuche, Krankenschwestern) trifft.