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Geistig verwirrte Frau, die offenbar unter Verfolgungswahn leidet, benimmt sich in der Öffentlichkeit auch sonst höchst merkwürdig. Irgendwann kotzt sie den Sandkasten mit ganzen Reisladungen voll...
Was der Sinn und Zweck dieser Übung sein sollte, muss man wohl nicht so genau verstehen. Der Kurzfilm macht einen auf dokumentarisch, in dem alles mit der Handkamera eingefangen wurde. Unter anderem bekommt die Frau Panikzustände in der U-Bahn oder zieht in krampfhaften Anwandlungen die Aufmerksamkeit der Passanten auf sich. Gesprochen wird nichts. Dennoch ist der Streifen kaum verstörend, sondern zaubert dem Zuschauer lediglich ein großes Fragezeichen auf die Stirn.
Einmal anschauen, zumal die zehn Minuten keinem weh tun. Von Kunst oder Mystery kann allerdings keine Rede sein.
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Was Regisseur Shojin Fukui da zusammengeschustert hat, das weiß wohl mal wieder nur er selbst. Mir persönlich gefallen seine kryptischen Pseudokunstfilme alle überhaupt nicht. In diesem Zehnminüter gibt es rhythmisches Gehämmere wie Hardcore Techno zu verwackelten, unscharfen Bildern. Zu sehen ist, wie eine Frau ziellos durch die nächtliche Stadt torkelt, durch U-Bahnwagons sprintet und an einer Stelle auch mal im Park Minuten lang weißen Schleim erbricht (wobei man sich denken kann, dass die Darstellerin einfach nur einen Schlauch mit der Flüssigkeit unter ihrer Kleidung bzw. das letzte Stück in ihrer Hand, die sie sich vors Gesicht hält, versteckt - ist also ein simpler Effekt). Ob eine Aussage dahinter steckt und wie diese lauten mag, das interessiert mich einen feuchten Kehricht. Jegliche Auseinandersetzung mit dem Quatsch ist glatte Zeitverschwendung.