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Zwei Männer fahren nach einer Disconacht mit zwei Frauen zu einer einsamen Landhütte, um dort ungestört eine "Privatparty" mit reichlich Drogen und Sex abzuhalten. Letzteres hatten sich die Damen allerdings nicht so gedacht. Kurz bevor die Situation zu eskalieren droht, bemerken die vier Menschen einen "Besucher", der auf etwas bestimmtes zu warten scheint.

Wer dieser geheimnisvolle Besucher ist, sollte aufgrund des Titels nicht allzu schwer zu erraten sein. Auch ist das charakteristische Gartenwerkzeug in seiner rechten Hand schon in der ersten Einstellung auf den stets von Nebel umhüllten Sensenmann sofort zu erkennen. Ein Umstand, der der Mystery-Komponente dieses fünfzehnminütigen Werks alles andere als gut tut und ihr letzendlich jegliche Spannung nimmt, da man die weiteren Ereignisse recht schnell erahnen kann.

Interessant wird die Geschichte mehr durch die schön zu beobachtende Interaktion der vier Darsteller, die für Amateurverhältnisse erstaunlich gut schauspielern und aus dem Szenario in der Hütte noch einiges an Atmossphäre und Dramatik herausholen können. Die bedrohlichen Ausmaße der Situation, die durch die Rücksichtslosigkeit der beiden Männer noch verstärkt wird, werden bis zum bitteren Ende ohne großartige Effekthascherei konsequent ausgespielt, mit einer zwar konstruierten, aber schlüssigen Schlusspointe.

Hätte man den Film anders betitelt und die Gestalt von Gevatter Tod nicht ganz so offensichtlich und eindeutig erkennbar vor die Kamera gebracht (und ihn zudem auch noch sprechen lassen!), es hätte ein Kleinod im Kurzfilm-Sektor werden können. So ist "Der Sensenmann" ein gut inszenierter, aber insgesamt zu vorhersehbarer Beitrag zum Mysterygenre.

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