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Die 50er Jahre in der Provinz um Kyoto: Ein junges Paar um die 20 flieht in die umliegenden Berge. Sie fürchten um ihre Leben, da Unpei sie mit Gewehr verfolgt. Unpei hat die junge und hübsche Miho als Shamisen-Spielerin kennengelernt und verfiel ihr. Er bringt sie mit nach hause und heiratet sie. Damals(?) ein Ding der gesellschaftlichen Unmöglichkeit. Dann beginnt Miho eine Affäre mit Ryuzo, dem Bruder von Unpei. Sie wird schwanger von Ryuzo und sie fliehen. Unpei tötet dann Ryuzo und verletzt die hochschwangere Miho, um sie in der Wildnis den wilden Tieren zu überlassen, als gerechte Strafe für ihr schändliches Tun. Shima, Ryuzos Frau, kaltherzig und rachebedürftig, findet sie jedoch, verflucht sie und lässt sie auch zum Sterben zurück. Miho gibt ihrem ungeborenen Kind noch den Namen Aki, dann stirbt sie. Ihre Leiche wird gefunden und sie gebärt Aki. Daraufhin fährt Miho zur Hölle. Die kleine Aki wird zur Familie gebracht. Diese weigern sich sie aufzunehmen, Kindesmord wird aus Gründen ausgeschlossen, so wird Aki gegen ein anderes Mädchen, Kumi, ausgetauscht. Kumi bleibt als Tochter in der schuldigen Familie.

20 Jahre später ist aus Aki eine hübsche junge Frau geworden und Rennfahrerin. Bei einem Rennen wird sie von Visionen ihrer toten Mutter verfolgt, die sie zu einem Unfall bringt und auf Umwegen zurück in ihr Heimatdorf, zu ihrer Familie. Alle sind sich ihrer Verbindungen nicht bewußt. Shima hat als erstes eine Ahnung, was auf die Gesellschaft zukommt. Aki bleibt erstmal im Haus der Familie, das Unheil nimmt seinen Lauf... 

Was folgt ist eine hochdramatische Reflexion über Sünde und Hölle, phantastisch gespielt und bebildert. Gnadenlose Rache, inzestuöse Liebschaften zwischen Aki und ihren Brüdern, gesellschaftliche Zwänge und von Schuld Getriebene machen hier den Weg in die Hölle für alle unausweichlich. Der Film ist von Grund auf ultra-düster. Normen müssen gewahrt bleiben. Aki, als von Visionen heimgesuchte, "lüsterne" Frau, weiß von Beginn an, das ihr Weg in die Hölle führen muss. Schon aufgrund der Umstände ihrer Geburt. Grausamkeiten reihen sich aneinander. Der Untergang der Familie wird kommen...

Schon die Bilder der Hölle sind absolut phantastische Szenen großer Kunst. Man könnte meinen, Lucio Fulci hätte einiges für seine Geisterstadt geklaut. Auch ist das Motiv des Ringes aus Hideo Nakatas Bahnbrecher zu erkennen. Schauspielerisch ist hier nichts zu beanstanden. Filmtechnisch allererste Sahne und dramaturgisch einwandfrei. Niemals langweilig, immer spannend und mitreissend. 

10 von 10

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