Review

Final Adventure Warrior

Zeit "Sidekicks" als naive Mischung aus "Karate Kid" und "Last Action Hero" ein wenig Respekt zu geben! Das ist alles andere als großes Kino - aber sicher auch nicht der Untergang des arschkickenden Abendlandes... Erzählt wird in diesem sinnfreien, whacky 90er-Kinderactionvehikel von einem asthmatischen Außenseiter und Jugendlichen, der sich in Traumwelten als Helfer seines Idols Chuck Norris fantasiert...

Traumkämpfer

In "Sidekicks" ist alles möglich. Kinder und Norris, Dschungel und Ninjas, Zeitsprünge und Historie, Turnier und Turnschuhe - und diese bescheuerte Sprunghaftigkeit und Kindlichkeit ist seine größte Stärke wie Schwäche gleichermaßen. Dadurch fehlen ein gutes Stück Fallhöhe und Ernsthaftigkeit. Dadurch werden aber auch wilde Szenarien und Sets, Actionmomente und Unberechenbarkeit möglich. Fast näher an "Die unendliche Geschichte" als am klassischen Norris-Actioner. Aber ich kann damit gut leben. Kommt glaube ich auch darauf an, was man erwartet. Träumer, Treter, Trantüten. Seiner Zeit in seinem unbescheidenen Metabogen ein gutes Stück voraus. Norris bewies selten bis nie mehr Selbstironie. Der Jugenddarsteller macht seine Sache für's Zielpublikum nicht übel. Der Vater-Sohn-Kern ist zumindest sweet gedacht. Einige asiatische Klischees wären heute kaum noch machbar und grenzen an Beleidigung. Schauwerte sind da. In allerlei Farben und Formen. Und insgesamt zwar kaum der Rede wert - aber für mich eine gute, naive Zeit. Und das sogar ohne rosarote Brille, da ich ihn als Kind nie gesehen hatte.

Fazit: wunderbar kindlicher, unbedachter und augenzwinkernder Actioner für Kinder, Norris-Fans und Junggebliebene... ein 90s-Cheesefest. Überhaupt nicht schlimm. Ganz im Gegenteil.

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