Texas Ranger Cordell Walker, sorgt zusammen mit seinem Partner James Trivette auf den Straßen von Dallas für Recht und Ordnung. In ihrem Bemühen, jeden Verbrecher zur Strecke zu bringen, greifen die Ranger auf ihre Kampfsporterfahrung und ihre fundierte Schießausbildung zurück. Hilfe bekommen sie dabei durch die stellvertretende Bezirksstaatsanwältin Alex Cahill und den ehemaligen Texas Ranger C.D. Parker, in dessen Saloon nahezu jedes Abenteuer beendet wird.
Irgendwie ist die Serie ja herzig. In keiner Serie der 90er hab ich mich so heimisch in den 80ern gefühlt wie bei Papa Chuck, seinem sprücheklopfenden pigmentierten Sidekick und seiner Anwaltsschickse im Hintergrund. Wer jetzt aber denkt, boah ey, Chuck Norris der alte Knochenklopper, da geht's bestimmt zur Sache, dem sei gleich verraten, is nicht. Wir sind hier nicht nur in Texas, dem bekannt friedlichstem Ort auf Erden, sondern auch im Bereich des familienkompatiblen Entertainments. Das heißt übersetzt, man darf sich schon mal kloppen wie die Kesselflicker, aber bitte schön unblutig und gestorben wird gleich schon mal gar nicht.
Für die Storys hat man sicher auch das Schlagwort Schema F erfunden. Kennt man eine, kennt man die anderen auch, ist zwar beim A-Team auch nicht anders gewesen, aber hier fällt es noch extremer auf. Ein bißchen Gewitzel am Anfang, dann droht Ungemach am Horizont, Walker packt den Einzelkämpfer aus und am Ende wird in der Bar wieder lustig Spässken gemacht. Das alles mit einer Beharrlichkeit, die fast schon wieder bewundernswert ist.
Da die Norris Brüder die Serie auch produziert haben, geh ich mal davon aus, das der gute Chuck sich seine Rolle selbst auf den Leib geschrieben hat. Sie widerspiegelt auch die meisten seiner Filmcharaktere und so möchte er sich auch seinen Fans präsentieren (oder so sieht er sich wohl sogar selbst). Der rauhe, wortkarge Einzelgänger mit dem Herz am rechten Fleck, der jedem die Leviten liest, in dessen Ahnenreihe auch nur mal jemand auf die Straße gespuckt hat.
Nüchtern betrachtet muß man einfach sagen, die Serie ist altbacken über beide Ohren, aber für mich als Kind der 80er fühl ich mich ein wenig heimisch und schaue, ähnlich wie bei Knight Rider oder McGuyver, heimlich bei den Wiederholungen mal wieder rein.
5/10