Mit Armee der Finsternis beendete Regisseur Sam Raimi im Jahr 1992 die Trilogie, welche elf Jahre zuvor mit Tanz der Teufel begann. Deutlich unblutiger als seine beiden Vorgänger bietet Armee der Finsternis äußerst spaßige Fantasy Unterhaltung und schraubt den Horror Anteil klar nach unten gegenüber den beiden Vorgängern.
Dabei setzt das ganze direkt nach Tanz der Teufel II – Jetzt wird noch mehr getanzt ein, in dessen Finale Ash unfreiwillig ins Mittelalter transportiert wurde. Kaum dann angekommen gerät dieser in einen Kampf zwischen den rivalisierenden Fürsten Arthur und Henry dem Roten. Als vermeintlicher Anhänger Henrys wird Ash gemeinsam mit diesem von Arthur gefangen genommen und in dessen Burg gebracht. Ash wird in eine Grube voller Dämonen geworfen und besiegt diese im Kampf. Nun wird er von Arthurs Leuten als Held verehrt und erlaubt Henry dem Roten zu fliehen. Ash beginnt eine Affäre mit dem Mädchen Sheila. Ein Gelehrter, Arthurs Berater, erkennt in Ash den Auserwählten, der sie von der Bedrohung der Dämonen, die das Land verheeren, befreien wird. Dazu soll dieser das Necronomicon finden, im Gegenzug werde er vom Gelehrten in die eigene Zeit zurückgeschickt werden. Auf der Suche nach dem Buch wird Ash in einem Wald von einer bösen Macht attackiert und flüchtet sich in eine Windmühle. Dort wird er von einer bösen Kopie seiner selbst angegriffen, die er jedoch tötet, zerstückelt und begräbt. Ash findet das Necronomicon auf einem Friedhof, spricht jedoch die Zauberformel, die ihm vom Gelehrten beigebracht wurde, falsch aus, wodurch er unabsichtlich die untote Armee der Finsternis beschwört. Nun liegt es an ihm, mit Hilfe des Fortschrittes der Neuzeit diese zu stoppen.....
Auch wenn das Niveau der beiden ersten Tanz der Teufel Filme nicht erreicht wird, kann Army of Darkness durchaus überzeugen und punktet unter anderem mit seinem Hauptdarsteller. So beweist Bruce Campbell erneut eine Menge Talent als Comedy Darsteller und gibt wie schon in der ersten Fortsetzung auf unnachahmliche Weise das Stehaufmänchen ohne seine Figur lächerlich zu machen, weshalb auch die ernsteren Szenen nicht abfallen bzw man Campbell die Heldenrolle abnimmt. Dazu kommen überzeugende Darsteller in den restlichen Rollen, ein gutes Tempo und überzeugende Tricks, welche altersbedingt zwar im Jahr 2023 nicht mehr state of art wirken, aber durch ihre Umsetzung wiederum eine Menge Charme versprühen.
So ergeben sich unter dem berühmten Schlussstrich lockere 7 Punkte.