Ärger in Entenhausen: Durch einen wissenschaftlichen Fehler auf Planet Erde wird Erpelvisage Howard in seinem Sessel auf den blauen Planeten gewarpt und nervt fortan mit drögen Enten-Gags Marty McFly's Mutter "Lea Thompson", hier namentlich Beverly. Diese singt in ranzigen Punkerschuppen mit ihrer Band eher unpassend lahme Balladen und hofft auf den großen Durchbruch (ui!). Als selbige Wissenschaftler den nervigen Gackerfried wieder zurückbeamen wollen, öffnet sie scheinbar die lovecraft'sche Dimension, aus welcher Cthulus Brüder stürmen um die Welt zu unterjochen. Also gequirlte Scheiße mit Ente süß-sauer!
Fängt alles schon recht belanglos wie ein Sonntag-Nachmittags-Movie an, nervt der Film mit fortwährender Dauer und wird trotz bunter Comic-FX immer langweiliger und unspaßiger. Hat man mit Enterich Howard anfangs noch Mitleid wenn er von den garstigen Bewohnern der Erde gefoppt wird, möchte man ihn mit zunehmender Laufzeit sogar am liebsten fröhlich mitmobben. Seine billigen, auf Dauer verdammt anstrengenden & immer gleichen Gags über's Federvieh hält man in der Birne nicht aus, und seine "Hey Baby"- Masche die er bei den Damen menschlicher Natur aufsetzt kotzt permanent an. Aufgrund dieser Unsympathie hatte ich ihn geistig schon in "Howard the Fuck" umbenannt. Aber Vorsicht Freunde, der Typ kann nämlich Quark-Fu (urkomisch..) wie er von sich selbst behauptet. Das endet meist damit das "Ed Gale" in seinem mies getricksten Federkostüm wie wild mit den Armen fuchtelt und plötzlich alle Wiedersacher heulend auf dem Boden liegen. Und dann fliegen auf einmal alle Damen auf "Howard the Prick" und niemand weiss so genau warum.
Aber nicht nur Howard selbst ist eine Nervensäge, auch der restliche Cast vermurkst es meist:
"Tim Robbins" als Laborassistent ist eine schauspielerische Zumutung mit seinem Mad-Scientist-Gehabe und Jeffrey Jones overacted was das Zeug hält. Als Dr. Jenning, in dessen Körper die Dämonen des fehlgeschlagenen Experiments fahren, quakt und röhrt er schlimmer als Howard selbst (zumindest in der deutschen Synchro). Und Leah Thompson ist halt die Minirock tragenden Punkfratze, welche sich nach den ersten zehn Filmminuten natürlich sofort in unseren Onkel Dagobert verschießt.
Was allerdings verdammt cool gemacht ist, ist dieses kreischende und beißende Krabben-Tentakelmonster am Ende. Auch wenn es hier wie so einiges, überhaupt nicht reinpasst und den Film mit Sicherheit nicht vor der Belanglosigkeit rettet, macht das Vieh doch optisch einiges her. Ray Harryhausen konnte sich über dieses Stop-Motion-Monstrum bestimmt auch ein breites Grinsen nicht verkneifen. Da kann man gerne noch so viel über die diesen Rohrkrepierer (berechtigterweise) meckern. Ich sag nur: Tentakelkrabbenmonster, absolut schick!
Ansonsten ist "Howard the Duck" eher einer dieser Filme wo man, während der Film noch läuft, nach einiger Zeit anfängt träumend an die Decke zu starren und sich wirres Zeug im Hirn breitmacht, oder man von knuspriger Hongkong-Ente Szechuan träumt. Daher nichtmal mittelmäßig und ziemlich mistig.
80'er at it's worst, fast genauso doof wie "Mom and Dad retten die Welt" ebenfalls mit Jeffrey Jones. Tja, nur eine gebratene Ente ist eine gute Ente. Ende.