Abgefahrene Ideen waren schon immer Bill Plymptons Ding.In dem Kurzfilm „Sex and Violence“bringt er gleich 24 Episoden davon,wovon die Mehrheit überzeugen kann.
In teilweise sehr kurzen Sequenzen zeigt Plympton kleine Sketche,Witze oder einfach nur Tatsachen aus dem alltäglichen Leben,die aber bei genauer Betrachtung zuweilen katastrophale Konsequenzen mit sich führen können,wie das Schminken einer Frau im Auto.
Dabei spielen Sex und Gewalt natürlich titelgebend eine große Rolle,wobei die Pointen der Szenen doch recht unterschiedlich in ihrer Qualität ausfallen.So kann „The lost key“durchaus als genial bezeichnet werden,während „The Cheerleader“einfach nur doof ist.Einige Teile sind ein wenig blutig(Rollerblading),andere leicht obszön(New Shoes)
Da die meisten Episoden aber schlau erdacht wurden,fällt der Gesamteindruck auch eher positiv aus,zumal durch einen schnellen Szenenwechsel keine Wartezeiten entstehen.
Die einfache Umsetzung in Strichzeichnung könnte vielleicht Designerpuristen schocken,doch Plympton konzentriert sich zielsicher auf das Wesentliche und kommt dadurch noch besser auf den Punkt.
Frauen,Männer,Gott und Tiere,in manchen Situationen ecken sie gewaltig an oder setzen falsche Prioritäten.
Eine gelungene Studie,vielleicht etwas wirr in der Abfolge,aber durchaus sehenswert.
8 von 10 Punkten