Eigentlich wollte der Sicherheitsexperte Kyle den routinemäßigen Sicherheitscheck des Kreuzfahrtschiffes Sun Maiden auf dessen Jungfernfahrt ganz nebenbei zu einem ruhigen Kurzurlaub mit seinem Sohn Zach nutzen. Doch als das Schiff gekidnappt wird, ist es mit der Ruhe vorbei! Kyle muss gemeinsam mit der Sicherheitsoffizierin Lynne die Passagiere aus der Hand der Kidnapper befreien und seinen Sohn schützen. Dabei legt ihm der Eigner der Sun Maiden allerlei Steine in den Weg. Der paktiert ganz offensichtlich nämlich lieber mit den Kidnappern, als das Lösegeld zu bezahlen ...
Wer bei diesem Covertext jetzt sofort denkt, wow das ist ja wie bei Alarmstufe Rot 2, nur das die Handlung auf einem Schiff spielt, lol, der hat natürlich absolut Recht. Maiden Voyage ist mal wieder nichts anderes, als ein preiswert produzierter Abklatsch des altbekannten Die Hard Szenarios, nur eben auf Fernsehfilm Format getrimmt. Das heißt natürlich das es wieder Familienkonflikte zu bewältigen gilt, Jugendliche erste zärtliche Bande knüpfen (seufz) und eine taffe Braut die dem Held schlagkräftig zur Seite steht und so gezeichnet ist als würde sie in ihrer Freizeit Lagerfeuer auspieseln.
Immerhin wird ein wenig an der Spannungsschraube gedreht nachdem die Shipnapper den Fährkahn unter ihre Kontrolle gebracht haben, auch wenn man sich die bösen Burschen ein wenig charismatischer und dynamischer gewünscht hätte, sonderlich in Buchsen hätte ich mich als Passagier vor dieser Truppe nicht gemacht. Aber zum Glück gibt es ja noch die Vater/Sohn Kombi inkl. Kampfamazone die den pösen Purchen Mores lehrt. Der Van Dien Charakter ist dabei aber auch ein wenig seltsam geraten. Er wirkt überlegener als Seagal in seinen Filmen, versucht den Spagat zwischen harter Hund und Draufgänger zum treusorgenden Familienvater, aber dem Zuschauer kommt er eher großkotzig vor.
Auf der Darstellerseit herrscht der erwartete Leerlauf und natürlich retten Vater und Sohn am Ende die ganze Lage, juchee, der typische Direct to TV Einheitsbrei eben. Am Ende bleibt ein Die Hard Klon der Tretbootklasse ohne eigenständige Ideen und zudem noch einem penetranten Score. Der Film ist zum Glück einigermaßen spannend, so daß man ihn ohne ganz große Reue mal konsumieren kann (läuft ja alle Nase lang im Fernsehen), aber ich würde eher zu Willis greifen.
4/10