Review

Bill Pympton schuf mit „Eat“einen recht kurzweiligen Animationsfilm,dessen Sinn man etwas länger hinterfragen muß,sofern es denn überhaupt einen gibt.

Im Mittelpunkt des Geschehens stehen die Besucher eines französischen Restaurants,die uns in Form dreier unterschiedlicher Familienkonstellationen präsentiert werden:
Der Alleinstehende,der sich zwei Portionen Spaghetti bestellt(wobei sich aus der zweiten seine imaginäre Begleiterin formt).
Ein Paar,bei dem die Frau ununterbrochen redet und der Mann mehr futtert,als er vertragen kann.
Ein Paar mit zwei Kindern,bei dem diese erwartungsgemäß laut sind und sich streiten.

Die Art der Animation ist sehr einfach und in Strichumsetzung gehalten,dennoch erziehlt Plympton durch seine skurrilen Einfälle einige Lacher,auch wenn das Geschehen gegen Ende etwas geschmacklos in pure Kotzerei abdriftet.
Die Gäste sind schön überspitzt dargestellt worden und mit typischen Klischees behaftet,wenn dies auch recht treffend gelang,so könnte man dem Autor in Bezug auf die Darstellung der ewig redenden Frau leichten Sexismus unterstellen…(Obwohl ich der Sichtweise des männlichen Begleiters irgendwo zustimmen kann).

Netter abgefahrener Kurzfilm in teilweise psychedelischer Umsetzung mit witzigen Ideen und einem leicht enttäuschenden Ende.
7 von 10 Punkten

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