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Zwei asiatisch-stämmige Brüder, die (mehr oder weniger talentiert) Kampfsport betreiben, wollen einen gemütlichen Abend in einem Sushi-Lokal verbringen, als einer der beiden plötzlich von einem mutierten Fisch (!) angefallen und getötet wird. Es dauert nicht lange, bis derselbe als Untoter zurückkehrt, um seinem Bruder in einem letzten Kampf gegenüber zu stehen.

"Rotten Shaolin Zombies" ist ein ziemlich abgedrehter Mix aus Zombiefilm- und Eastern-Motiven, bei dem sich die Macher vor allem bei den Kampfchoreographien sichtlich Mühe gegeben haben, auch wenn man deutlich sieht, dass hier Amateure und keine Profi-Stuntleute am Werk waren und das Ganze oftmals schon sehr drollig aussieht, sprich: Schlaggeräusche ohne jede Körperberührung, leicht übermotiviertes Kampfgeschrei u.s.w.

Auch schauspielerisch bewegt man sich hier auf bemühtem, aber sehr zerfahrendem Niveau. Ob der Hauptdarsteller seine theatralischen Gefühlsausbrüche ernsthaft als Schaupielkunst versteht, wird wohl sein Geheimnis bleiben. Allenfalls die Off-Erzählung fügt sich sehr stimmig in das Geschehen ein und verleiht dem ganzen fast schon so etwas wie Atmosphäre - aber eben nur fast.

Nun zum Schlagwort "Effekte": Ob man bei einem Amateurfilm überhaupt von "billigen" oder "diletantischen" SFX sprechen kann, sei erstmal dahin gestellt. Fakt ist, dass bei diesem Streifen eindeutig die Kung-Fu-Spielereien und nicht die Blutszenen im Vordergrung stehen - und doch sieht das ganze für Amateurverhältnisse noch recht ordentlich aus. Ausnahme: Der "Fliegender-Fisch-Effekt", bei dem man von vornherein darauf verzichtete, die Leinen, die den Gummifisch in der Luft, zu verstecken. Natürlich klar beabsichtigt. Für diesen Hauch von Selbstironie gibt es noch einen kleinen Symphatiebonus.

"Rotten Shaolin Zombies" ist ein Eastern-Horror-Trash-Kurzfilm für zwischendurch, den man sicher nicht unbedingt gesehen haben muss, aber dem geneigten Fan des programmierten Unsinns zwanzig spaßige Minuten bereiten dürfte.

6/10

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