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„Fever Lake“ erinnert permanent an einen anderen See in einem anderen Wald mit anderen Hütten und anderen Teenes. Christal Lake? Ja, da war doch mal was. Jason hieß der Typ da. Aber der ist inzwischen von Freddy in die Hölle geholt wurden. Aber anscheinend haben die beiden vorher noch einen Bastardregisseur mit dem Namen Portillo gezeugt. Ein wüster Nachahmungstäter ohne Talent.
Wenn ich die äußerst komplizierte Handlung richtig verfolgt habe, geht es um einen See. Dort ist irgendwann jemand abgekratzt und nun treibt sein Geist da die Vögel aus den Bäumen und erschreckt arme, wehrlose Bambis. Just an diesem See will eine Horde unverbesserlicher Teenager ein Wochenende verbringen. Doch welche Überraschung! Die Ansässigen Hinterwälder sind der Bande Mädels und Buben gegenüber gar nicht wohl gesonnen. Und dann erzählt ihnen auch noch so ein Trottel was von einem Mord am See und ob sie da wirklich Sex haben wollen? Doch was so eine richtig notgeile Truppe ist, die lässt sich davon natürlich nicht abschrecken. Schließlich ist das Kleinhirn in der Hose deponiert und damit das Denkvermögen auf möglichst blödsinnige Handlungen programmiert. Dann gibt es da noch den alten Indio, der das Böse im Urin hat und einen Sheriff, der selbiges in seiner Unterhose verstaut.
Meine Güte. Was für ein Dreck. Wer so was dreht, muss echte Langweile oder keine Freunde haben. Mit „Fever Lake“ wird uns ein Bastard aus „Evil Dead“ und „Freitag der 13te“ vorgesetzt, wie er öder nicht sein könnte. Dazu sei angemerkt, dass „Fever Lake“ nicht einmal auf Machetenlänge an die kopierten Vorbilder heranreicht. Hier liegt der klassische Coitus Interruptus vor. Ganze Szenen werden bei beiden Filmen schlecht geklaut. So zum Beispiel die Vergewaltigung im Wald durch fieses Geäst, wie in „Evil Dead“ gesehen. Aus Kostengründen wahrscheinlich, hat man aber auf die Äste verzichtet. Auch die sonstigen Morde wurden dem Regal für Einfallslose Drehbucheinfälle genommen. Eigene Ideen? Fehlanzeige! Schauspielerisches Talent? Irgendwo im Unterholz verloren gegangen. Spannung? Im See versenkt.
Am Ende gibt es auch noch die dämonische Mama zu sehen, die aber auch nichts mehr am schnellen absaufen im Fiebersee des Films ändern kann.
Am Ende bleibt die Erkenntnis, dass man wenn man Glück hatte, bei dem Mist eingeschlafen ist, oder schon wieder sein Geld in die Videosondermülldeponie investiert hat.

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