Review

Inhaltsangabe:
Collonel Guile formiert auf Geheiß der Regierung eine Spezialeinheit, die besonderen Notfällen und Bedrohungen entgegentreten soll. Diese erhält bezeichnenderweise den Codenamen "Streetfighter". (womit man den Bezug zur bekannten Capcom-Videospielreihe notdürftig hergestellt hätte). Die Mitglieder der Gruppe werden dem geneigten Gamer ebenfalls bekannt vorkommen: Chun Li, Blanka, Ken, Ryu, DJ und Cammy stellen sich den Machenschaften des Bösen in den Weg. Und Dieses, wie könnte es in diesem Falle auch anders sein, wird repräsentiert von General M. Bison und seiner Schar ruchloser Kämpfer, die mit zahlreichen originellen (und teilweise auch belustigend grotesken) Aktionen versuchen, die Macht über die Welt zu erlangen, Drogen im großen Stil zu verticken, Superwaffen zu bauen, magische Reliqiuien zu stehlen und was der allgemeine amerikanische Cartoonbösewicht sonst noch so im Standardrepartoire hat. Die "Streetfighter"-Spezialeinheit wirft sich ihnen unter Guile's Kommando heldenhaft entgegen. ...

Fazit:
Nun ja. Eines ist sicher. Wenn man japanische Anime gewohnt ist, wirken amerikanische Serien geradezu entsetzend. Kaum hatte ich die erste "SF-the animated series"-Scheibe in den Player gelegt, als ich mich auch schon für die nächsten Minuten mit Grausen abwenden mußte. Im Vergleich zu den Werken aus Fernost sind Animationen und Zeichnungen indiskutabel sch... äh... auderhaft, die Charaktere scheinen sich in der Bewegung sogar oftmals regelrecht zu verformen. Abgesehen davon sehen sie im mediokren Zeichenstil der Yankees einfach pathetisch dämlich aus. Da es sich um eine Kinderfernsehserie handelt, darf man nun auch keine übermäßigen, fulminanten Fights erwarten.
Dementsprechend halten sich die Zweikämpfe im pädagogisch vertretbaren Rahmen und sind unspektakulär bis langweilig. Obwohl die Story im Großen und Ganzen einen sich entwickelnden Plot hat, sind die meisten Folgen TV-serientypisch autark, also in sich abgeschlossen, was der Tiefe der Geschichte (sofern man hierbei überhaupt von so etwas reden kann) nun auch nicht unbedingt hilft. Beim Dubbing erschöpfte sich dann wohl das offenbar nach dem SF-Lizenzkauf schon recht geschröpfte Budget der amerikanischen Macher endgültig. Denn die Sprecher sind nicht gerade das, was man 'gut' nennen kann. Von 'mittelmäßig' bis 'mittlere Kathastrophe' ist in der englischen (und einzigen existenten) Synchronisation Alles vertreten. Blanka krächzt als hätte er zwei Stangen Marlboro am Stück verraucht, Cammy und ihre Kollegen vom MI-6 scheitern kläglich in dem Versuch, einen britischen Dialekt zu immitieren. Deshalb gingen sie zu der Praxis über an jedem zweiten Satzende entweder "mate" oder "lad" (typisch britische Ausdrücke für Freund oder Kamerad) zu sagen. D.Jay's Sprecher, der so jamaikanisch ist wie Sauerkraut mit Bratwurst, guckte sich das von den Kollegen ab und simulierte seinen "Akzent" durch das exzessive Dauernutzen des Wortes "man" am Satzende. (Bsp.: We gotta get of dat island, man!"). Im Großen und Ganzen zusammengefaßt: Für die Kids vor den U.S.-Fernsehschirmen mag die Serie ja genügt haben, aber ob die beiden Doppel-DVDs voll mittelprächtigster Animation und lamer Story die teuer Kohle für den Import der beiden Doppel-DVDs wert sind? Wenn Ihr mich im Nachhinein fragt: Nein.

Details
Ähnliche Filme