Wer sich von einem Titel wie „Der Fluch der Sphinx“ so etwas wie einen ägyptischen Grusler erwartet, sollte bitte nicht überrascht sein, wenn beim Aufwachen bereits der Homeshoppingkanal den Sender übernommen hat.
Fade und überlang zieht sich diese Abenteuerstory rund um rivalisierende Grabräuberbanden in unendliche Längen, während Lesley-Anne Down durch alte Ruinen stakst, wie der Storch im Salat.
Gänzlich unbeleckt wird sie zwischen den sonst eigentlich für Qualität bürgenden Mimen Frank Langella und Maurice Ronet hin- und hergeworfen, die im 10-Minuten-Takt mal den Guten spielen, um dann wieder sinister die Dame auf den anderen zuzutreiben.
Irgendwann wird auch mal geknutscht und hie und da wer umgebracht und ja, da kommen auch mal ein paar Mumien vor, aber von Flüchen oder übernatürlichen Einflüssen müssen wir uns gänzlich verabschieden. Stattdessen dürfen wir ausgiebigst zusehen, wie Miss Down die ganze Pracht der Pharaonen in alle Herrgottsbreite besichtigt, während uns die Musik öfters mal vormachen will, daß gleich was ganz Spannendes passiert, was dann aber doch lieber außerhalb des Bildes bleibt.
Bei fast zwei Stunden Spiellänge bleibt da nur der Griff zum schnellen Vorlauf, bis es zu etwas Quasi-Action am Ende kommt, die aber keinen Senioren mehr von seiner Flasche Doppelherz wegbringt.
Pottenöde und langgezogen ohne Ende ist das DER Spannungsfilm für alle Leute, die keine Spannung vertragen. (2/10)