Bei diesem Film habe ich mich gefragt: Sind das Pornodarsteller, die sich an einem „seriösen“ Horrorfilm versuchen?
Ich bin mir nicht sicher, denn man hat zu fast jeder Zeit das Gefühl, als könnten die Typen nach einem herben Schnitt nackt im Schlafzimmer herumzabeln und unreine Sachen anstreben.
Irgendwie geht es wohl um einen antiken Dämon, der Xul genant wird und alles Schreckliche dieser Welt miteinander vereint, also ganz schlimm für die Opfer, aber auch für den Zuschauer, der nämlich überhaupt keine übersinnliche Gestalt sieht. Also ein unsichtbares Ungetier, dass für einen Serienkiller gehalten wird, während Cop Joe Kavanagh und Reporterin Amanda dem Bösen auf der Spur sind.
Fängt ja auch schon gar nicht super an: Bauarbeiter wird in Bar vom Aufschneider zum Armdrücken aufgefordert, gewinnt und verliert anschließend sein Leben auf nächtlicher Straße durch einen... Obwohl der Angriff aussieht, als würde sich ein Wegelagerer über den Typen hermachen, soll es also ein Dämon gewesen sein. Nun gut.
Aber dann folgen Szenen, die teilweise keinen Sinn ergeben. Charaktere werden in das Geschehen geschmissen, von denen man weder Hintergrund, noch Zugehörigkeit erfährt.
Eine Verteidigerin, ein verbitterter Cop, ein paar Reporter, ein Serienkiller, der schon seit 10 Jahren einsitzt, aber dennoch gejagt wird…
Ganz viele Dialoge innerhalb nicht nachvollziehbarer Recherchen bestimmen den Ablauf dieses Streifens, den man nicht einmal nebenher sehen kann, weil die üble Synchro nervt.
Diese bringt nicht existierende Begriffe wie „einzigste“, vollkommen überzogene Betonungen oder nur Genuschel. Dazu viel Umgangssprache, als hätte sich ein Amateur-Hörspiel-Club aus Ostwestfalen versammelt, wo man für „g“ fast grundsätzlich „ch“ verwendet. Also „Kuchenteich“ statt „Kuchenteig“.
Das fällt so eklatant auf, dass es glatt als Parodie durchginge.
Schön ist das alles aber nicht, denn Dressing und Styling der Akteure deuten tatsächlich auf eine Pornoherkunft hin, doch es wird glücklicherweise nicht gepiepmatzt.
Aber die kaum nachvollziehbaren Theorien über einen babylonischen Dämonen sind auch nicht ergreifend: Während der Cop sich mit dem vermeintlichen Serienkiller/Dämon prügelt, weiß man gar nicht, warum der so ist und wodurch…und dann taucht nach dessen „Erscheinen“ immer dieser Adam West als Professor Marduk auf, verzieht keine Miene und verschwindet wieder: Der Bösewicht ist er aber nicht.
Vor allem stelle ich mir die Frage, wie sich beim Titel der Begriff „Pentagramm“ erklärt, wo doch zu keiner Zeit eins auftaucht.
Ach, es taucht so Vieles nicht auf, Blut ist nur an zwei, drei herumliegenden Opfern zu vermerken. Echte Killerszenen gibt es gar keine und Tempo kommt ohnehin nicht auf. Atmosphäre auch nicht, denn die Kulissen sind nicht einmal Studio-Standard.
Nein, für diesen Film spricht überhaupt nichts.
Konfuse Handlung, darstellerisch übelst und langweilig fast ohne Ende, hier seien wirklich alle gewarnt, die beim reißerischen Titel einen gutgemachten Okkultthriller erwarten.
Dieser ist nicht einmal unfreiwillig komisch, er geht gar nicht.
1 von 10 Punkten