In der Vorstadt Homesville ist die Welt scheinbar noch in Ordnung, die Firma Yantabulla versorgt die Einwohner mit einem neuen Vitaminpräparat, das allerdings etwas merkwürdige Nebenwirkungen hat. Trotzdem will die Vertriebsleiterin das gefährliche E 59 ausliefern lassen, was schnell zu einer Reihe Todesfällen führt. Die Polizei kommt dem Konzern ebenso schnell auf die Schliche, denn platzende Bürger fallen doch unangenehm in der sauberen Landschaft auf. Zwei Italo-Freaks sind derweil auf dem Weg zu dem Chemiekonzern, der als Gesundheitsfarm auftritt, in der Annahme, es handele sich um eine Samenbank mit Bedienung. Dabei geraten sie im Outback an eine Familie, die den Vergleich zu amerikanischen Hinterwäldlern in entsprechenden Filmen nicht zu scheuen braucht. Der Vater einst Kompagnion des jetzigen Forschers von Yantabulla und seine degenerierten Kinder oder was die auch immer sind ("Es ist alles durcheinander.") machen den beiden Teenies schwer zu schaffen. Nicht nur die Verführung der Tochter ist hochgradig abstossend, irgendwie sind die allesamt einfach durchgeknallte Inzuchtprodukte. Immerhin bekommt der Zuschauer einen Einblick in unkonventionelle Känguruhjagd, bis den beiden allmählich ein kleines Licht aufgeht. Derweil spielen sich in Homesville nicht minder dramatische Dinge ab, wenn sich eine Plazenta vorzeitig verselbstständigt und mit Saugnapfarm Menschen anfällt. Zu guter letzt erlebt der erheiterte Betrachter immer wieder, wie die vitaminhungrigen Probanden erst halluzinieren, um nach starker Nasensekretentwicklung schließlich aufzuplatzen. Dabei gibt es einiges an Gore zu sehen, noch viel mehr ist jedoch die ausgebreitete Schleimerei, in verschiedenen Grüntönen gehalten, einfach unappetitlich. Durchaus ungewöhnlich also, was uns die Australier um Regisseur Philip Brody als Splatterkomödie präsentieren. Neben den halluzinatorischen Einschüben, bei denen sich der Wahn schon einmal im Briefkasten abspielen kann, amüsiert vor allem der ein oder andere parodistische Hieb in Richtung Gesundheitswahn. Während die Darsteller für solch einen vergnüglichen B-Movie ganz passabel sind, hat die Dramaturgie einige leichte Schwächen. Keine großen Durchhänger immerhin, für das Finale hätte man sich aber etwas mehr Zeit nehmen, bzw. etwas mehr in das Drehbuch hineinlegen können. So bleibt zumindest eine halbwegs spritzige Komödie, die sich irgendwo zwischen "Brain Dead" und "Undead" bewegt, ohne ein fulminantes Ergebnis versteht sich.
Fazit: Für Freunde des schlechten Geschmacks wird hier einiges geboten. 6/10 Punkten