Review

Ein zerfetztes Gesicht. Ein offener Uterus. Ein explodierender Penis. Ein totes Känguru. Drei hässliche Mongos. Sehr viel Rotz...
... Und ein Phil Collins-Poster im Hintergrund.
Das ist BODY MELT - die australische Antwort auf eine Frage, die nie gestellt wurde.
Klingt merkwürdig, ... und ist es auch.

Die Story:
Ein illegaler Pharma-Konzern hat eine neue Droge entwickelt und schickt diese als harmlose Vitamine getarnt an unbescholtene Kleinstädter, welche als unwissende Versuchskaninchen dienen sollen.
Schon bald machen sich aber die ersten Nebenwirkungen bemerkbar...

Also, um mal eines gleich festzuhalten: In BODY MELT geht es nicht um schmelzende Körper!
Dem Titel nach hab ich Schmelz-Action a la STREET TRASH erwartet, aber außer meinem Hirn hat sich während des Betrachtens nichts verflüssigt.

Dies liegt wohl daran, dass sich BODY MELT durch zwei sehr ausgeprägte Haupteigenschaften auszeichnet:
1) Er besticht mit einigen netten Splattereinlagen (worauf mein Intro ja schon schließen ließ).
Die Effekte sind meist ganz ordentlich, teilweise aber auch übelst plump gemacht, oft findet die Action aber auch nur im Off statt.
Und auch wenn nicht übermäßig viel gesplattert wird, einige gute Ideen wurden hier schon ganz brauchbar umgesetzt (z.B. Tod durch übermäßige Nasensekret-Bildung etc...).
und 2) BODY MELT ist so übelst unlogisch, sinnlos und bescheuert aufgebaut, dass man erst ungefähr nach 'ner dreiviertel Stunde so ungefähr checkt, was hier eigentlich abgeht.
Der NoName von Regisseur stellt hiermit unter Beweis, wie schädlich es sein kann, wenn einem den ganzen Tag die australische Sonne auf den Deckel brennt. Erzähltechnisch ist BODY MELT also absolut unter aller Sau.

Und dennoch hat der Streifen trotz oder evtl. auch gerade wegen seines belämmerten Erzählstils, der vor Logiklücken und Sinnfreiheiten nur so strotzt, schon irgendwie einen gewissen Reiz.
Eine Vorliebe für müllige B-Movies sollte aber Grundvoraussetzung sein, um sich diesem Streifen zu stellen.

Mein Fazit also:
Ein paar schleimige Effekte, ein paar Mal unfreiwillig komisch ... und ein Phil Collins-Poster im Hintergrund.
Insgesamt also schon mal einen Blick wert.
Wegen des doch sehr hohen Unsinn-Faktors ist BODY MELT aber halt nur bedingt zu genießen.

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