Review

Ich sah mir "Body Melt" an, weil auf dem Cover stand: "Der wahre Horror beginnt hier!". Nein - natürlich nicht. Ich höre mir ja auch nicht ne CD von Dope-Master Snoop Dog an, weil ich glaube, dass da Musik drin ist - das wäre ja genauso widersprüchlich - HAHA, O.K. genug gelästert. Das gehört in eine andere Kategorie. Ich hab mir einfach den Film angeschaut, weil ich ihn schon sooooo lange besitze und auch er irgendwann mal dran glauben musste. Genug der Vorrede!

Was mich erwartete, war bei weitem nicht so schlecht wie ich mir vorgestellt hatte: Gut, das "australische Genre-Juwel" wie auf dem Cover beschrieben ist es bei weitem nicht und man sieht während des ganzen Streifens auch keinen einzigen Körper schmelzen - Nein, vielmehr handelt es sich um eine Art "Outbreak" durch Fitness-Pillen. Wie, wann und warum jetzt "Das Böse" übertragen wird widerfährt in den knappen 80 Minuten auch keiner Klärung - aber logische Glanzleistungen sollte man von diesem Amateur-Splatter-Movie auch nicht erwarten! Die besten Momente hat der Film schließlich in der etwa 20-minütigen Phase, die bei der degenerierten und mutierten „Chemistry-Family“ im australischen Outback spielt – Der absolute Wahnsinn, so eine Einlage hatte ich beim besten Willen nicht erwartet. Was in dieser Zeit an abgefahrenen Gags und Situationskomik (gewollt oder nicht – spielt hier mal keine Rolle) zelebriert wird passt zu den besten Szenen der Farrelly-Brüder („Dumm und dümmer“ usw.). Einfach genial!

Leider kommt danach wieder der bittere Horror-Alltag: Lückenhafte Story und grottenschlechte Schauspieler. Aber nichtsdestotrotz, der Film hat aufgrund erwähnter Szenen und die (für einen Amateur-Film) relativ ansehnlichen Splatter-Effekte (explodierender Pimmel, Tod durch Nasenschleim, usw.)seine guten Momente und kann deshalb für einen kurzweiligen seichten Horror-Abend gerne herangezogen werden!

Details
Ähnliche Filme