In Homesville , einem Vorort von Melbourne treten gehäuft seltsame Todesfälle mit völlig zersetzten Leichen auf . Grund dafür ist , dass sich einige Bewohner als Versuchsperson für eine neue Vitaminpille der Firma Vimuvill bereit erklärt hatten . Ein durchgeknallter Forscher hatte nämlich vor der Produktion heimlich einen wichtigen Bestandteil entwendet , und so wurde aus Vimuvill 2 eine ultragefährliche Droge , die folgendes bewirkt : 1.Phase : Halluzinationen 2.Phase : erhöhte Nasensekretion 3: Phase : physische Kernschmelze.
Ja auch in Australien wird abgekupfert, wenn es darum geht einen schnellen Austalo Dollar zu machen. Hätte Peter Jackson nicht ein Jahr zuvor Braindead abgedreht, wäre Body Melt sicher nie entstanden. Regisseur Philip Brophy versucht mit seinem Werk eindeutig auf der Fun and Splatter Welle mitzureiten, ohne auch nur annähernd an Jacksons Original heranzureichen.
Das größte Manko an Body Melt ist seine episodenhafte Erzählstruktur, es gibt keine durchgehende Handlung oder Hauptfigur. Anfangs dreht sich alles um zwei Jugendliche und eine Inzestfamilie, dann um einen Mann der eine seltsame Frau kennenlernt, dann um eine schwangere Frau deren Fötus quasi ein Eigenleben entwickelt und zusammengehalten werden die einzelnen Akte von einem Copduo das in den sich häufenden Todesfällen ermittelt. Dies führt dann dazu das dem Zuschauer die Einzelschicksale der Handelnden ziemlich am verlängerten Rückgrat vorbeigehen, man kennt sie nicht und nimmt dementsprechend auch keinen Anteil an deren Schicksal. Nett anzusehen ist dafür der Look des Films, um mal Nina Hagen zu zitieren "Ist ja alles so schön bunt hier", die spießig kitschige Vorstadtsiedlung würde in einem Film aus den 50ern auch nicht deplatziert wirken, alles etwas überdreht hier. Was leider nicht so zündet ist der Humor, der hier gewollt ist, aber leider wie der deformierten Inzuchtsippschaft eher ins lächerliche gleitet (ok bei der Känguruh Szene mußte ich kurz lachen, war aber die Ausnahme). Die Schauspieler machen ihre Sache recht ordentlich, scheinen aber auch aus routinierten Down Under TV-Darstellern zu bestehen.
Body Melt ist eine Horrorkomödie aus der Abteilung: ganz nett, aber ohne große Halbwertzeit, die Splatterszenen sind ok und auch gar nicht so selten. Bezeichnend für das ganze nennt sich die Produktionsfirma auch noch Dumb Films, der Name ist in diesem Fall Programm. Wer Splattercomedy mag kann ruhig mal einen Blick riskierten, Fans von ernsthaften Horror werden sich dafür eher an den Kopf patschen.
5/10