Eine 1973 ausgestrahlte, von Dan Curtis produzierte und Glenn Jordan gedrehte TV-Verfilmung des klassischen Frankenstein-Stoffs, der man ihre billige Machart spätestens bei den lachhaften Spezialeffekten anmerkt. Auch fällt es Jordan sichtlich schwer, die Spannung über die gesamten 125 (!) Minuten Laufzeit aufrechtzuerhalten und so schleichen sich doch einige deutliche Längen ein. Dem „Grusel“-Genre würde ich auch lediglich die erste Hälfte des Films zuordnen, der Rest ist mehr ein Drama als alles andere. Aber: Da spielt ein gewisser Bo Svenson die von Frankenstein erschaffene Kreatur. Und das tut dieser überraschend gut, einfühlsam, vielleicht nicht sonderlich facettenreich, aber glaubwürdig und rettet damit den Film. Seiner Interpretation zuzusehen macht Spaß und ist bisweilen wirklich rührend, zumindest wesentlich rührender als der Rest der Bagage, die – allen voran Frankenstein-Darsteller Robert Foxworth – wirkt, als wäre sie einer langweiligen Upper-Class-TV-Telenovela entsprungen, in der die Fönfrisur zum guten Ton gehört.
Dank Svensons Spiel für Frankenstein-Freunde interessant, der Rest ist wenig aufregender Low-Budget-TV-Durchschnitt.