Review

Billiges Cannibal Holocaust Rip-Off

Hier legt Bruno Mattei einen low-budget Kommerzfilm der übelsten Sorte vor. Die Story und der Schnitt wurden beinahe 1:1 vom Vorbild, Deodato's Cannibal Holocaust übernommen. Wo früher noch Filmrollen abgespielt wurden, ist es heute die Satellitenübertragung. Die Leistung der Schauspieler als solche zu bezeichnen wäre ein Übertreiben sondergleichen. Sie wirken allesamt gleichermaßen unsympathisch und flach. Die Charakterentwicklung ist inkohärent wie in dem Fall des Protagonisten, Bob Manson, der in der einen Szene eine Rede über den moralischen Verfall des Westlers hält, in der nächsten freudig das Dorf der Eingeborenen anzündet.
Den ganzen Film hindurch werden Dialoge sinngemäß und wortwörtlich von Deodatos's Film wiedergegeben, was abermals sehr abträglich ist, da der Film zu drei vierteln aus gezwungen ernst wirkendem Dialog besteht.
Nun zu dem restlichen Viertel: Die Gore Effekte sind sehr schlecht (!). Das positivste ist das viele Kunstblut, Geld für Einschusslöcher gabs nicht (und es gibt doch 2,3 Feuergefechte) die obligatorische Gepfählte am Ende war nur an dem Pfahl angebunden, als eine Darstellerin in eine Falle tritt kann man die Frames abzählen die eine Puppe zeigen und genau bemerkt man wann es wieder die Darstellerin ist.
Fazit: Dialog geklaut, Splatter: scheiße, Soundtrack: langweilig.
Aber Bruno Mattei freut sich weil Genre Fans diesen Film kaufen. Im Endeffekt wäre Herr Mattei besser in nem Kannibalengulasch aufgehoben als in nem Regiesessel.

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