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"Eraser" präsentiert uns noch den typisch coole Sprüche klopfenden, alles zu Brei ballernden Arnie. Hier begleiten wir ihn als John Kruger bei seiner Arbeit als Agent im Auftrag des Zeugenschutzprogramms. Er verschafft seinen Klienten eine neue Identität und schützt sie vor von ihren Feinden ausgehenden und andersartigen Bedrohungen. Diese äußere Thematik ist erfreulicherweise noch relativ unverbraucht, was man vom inneren Konflikt, der sich ganz um den Waffenhandel dreht, nicht unbedingt behaupten kann. Dazu gibt es noch interne Intrigen - sonst wär's ja langweilig...

Die Grundsteine sind also gelegt und Arnie kann fast zu Höchstform auffahren, indem er sich neben einer Schar von Gegnern auch mit Krokodilen anlegt oder im freien Fall Fallschirmen hinterher hechtet. An guten Einfällen mangelt es also nicht, auch wenn sich auf deren Kosten der Realismus und die Logik gänzlich verabschieden - aber was soll's, es ist ja schließlich ein Actioner. Die Effekte künsteln zwar an einigen Stellen, aber dafür ist beispielsweise das Sichtfeld der Railgun und die Waffe an sich umso gelungener. Chuck Russell inszenierte das Ganze solide und hat die Action wohl dosiert eingesetzt. Shoot-Outs fehlen dabei natürlich nicht und fallen zudem oft recht blutig aus. Gerade in der Kroko-Szene überrascht der Härtgrad doch sehr.

Der Humor kommt bei Arnie ebenfalls nicht zu kurz, sodass er hier eine der Vorstellungen abliefert, wofür Actionfans ihn lieben. Vanessa Williams bleibt etwas unauffällig, dafür sind allerdings die Nebenrollen mehr als gut besetzt. Damit können wir bei "Eraser" schließlich noch von einem rundum gelungenen Arnold Schwarzenegger-Film sprechen, der die Kriterien eines Actionstreifens bestens erfüllt. (Noch 8/10 Punkten)

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