„Eraser“ war der letzte Schwarzenegger-Film, der es noch mal so richtig krachen ließ, ohne Schnörkel den markanten Actionstar in das Zentrum eines zünftigen Geballers stellte, bevor sich kunstvolle und schauspielerisch wertvolle Ecken und Kanten in das Oeuvre des Österreichers mogelten.
Arnie als Ein-Mann-Stoßtrupp des amerikanischen Zeugenschutzprogramms, der die jeweiligen Vorleben seiner Klienten komplett auslöscht, um ihnen eine neue Existenz zu gewähren, macht tatsächlich sauber was her, wenn man prima und augenzwinkernd unterhalten werden will und die nötige Härte nicht missen möchte.
Die eine oder andere Macke wie die lächerlich anmutende High Tech-Waffe, die im Finale im Übermaß zum Einsatz kommt, sind zwar schon vorhanden, aber die durchaus knüppelharte erste Hälfte ist bis zum Gefecht im Zone weitestgehend makellos. Dort muß man dann recht aktiven CGI-Krokodilen ungemein großen Maßstabs beim Gangsterfressen beiwohnen, ehe es zum letzten kommt.
Ein krachiger Schlußgag versöhnt dann wieder.
Schauspielerisch kommt auch hier Unterstützung von erfahrener Seite, James Caan spielt energisch und stabil wie immer mit ein wenig Support von James Coburn. Vanessa Williams als Unschuld an Arnies Seite kann da wenig punkten.
Ein Grinsen verlangt einem aber das Einflechten eines ausgestiegenen Mafiosi und der Beteiligung seiner Kumpane beim Showdown ab.
„Eraser“ altert erfreulicherweise auch bei mehrmaligem Sehen kaum und bietet einwandfreie Unterhaltung. Wäre Arnold doch dabei geblieben, der Erfolg wäre weitere fünf Jahre problemlos auf seiner Seite geblieben. (8/10)