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Mit "Freitag der 13" erschaffte Sean S. Cunningham einen wegweisenden Film im Horror-Genre. Und wie alles was irgendwo Erfolg und Wichtigkeit im Filmbereich hat, sollte auch dieser Film alsbald in einer Satire verwurstet werden. Heraus kam dabei, im Jahre 1982, die Komödie "Freitag der 713", die aber, im Gegensatz zu Parodien alla "Scary Movie", ganz und gar nicht lustig geraten ist.

Dabei ist der deutsche Titel eigentlich etwas verwirrend und unpassend. Denn "Pandemonium" - so der Original-Titel verwurstet eigentlich nicht nur "Freitag der 13" sondern auch viele andere Filme, sowohl im Horror-Genre, als auch ab und an in anderen Bereichen. Dabei wird weder vor Klassikern alla "Carrie" noch vor kleineren 08/15-Slashern, die es ja in den 80ern zu Hauf gab, halt gemacht.

Dennoch ist "Freitag der 13" aber das Hauptopfer des Films. Angefangen bei der berühmten Szene, in der die Besucher des Kaffees verdutzt fragen "Das Camp - Wurde das wieder eröffnet", über die berühmte Duschvorhang-Szene, bis hin zum Camp selbst, aus dem hier allerdings ein Cheerleader-Camp wurde.

Trotzdem kann man bei dem ganzen Quatsch kaum lachen, denn die Gags sind allesamt entweder viel zu harmlos oder viel zu albern geraten. Es ist zwar schön mit anzusehen, wenn die typisch dummen Teens durch noch dümmere Charaktere veralbert werden, doch die ewigen Pieps-Stimmen (auch im Original) und die teils wirklich übertriebene Dämlichkeit, geht einem bald auf die Nerven. Zudem sind die vielen Parodien im Film teils äußerst unübersichtlich geworden, dass man über sie ebenfalls kaum lachen kann.

Am besten sind da noch die schrägen Morde geraten, die zwar erst spät kommen, aber dann doch recht passend doof geraten sind. Da wird das eine Opfer lockerflockig mit einer motorbetriebenen Zahnbürste umgebracht, dass nächste wird in Milch erstickt und der nächste muss in bester Superman-Manier aus dem Fenster fliegen. Diese Gags funktionieren durchaus und können dann doch mal ein paar Schmunzelfalten anregen. Aber das wars dann auch schon.

Was die Darstellerleistungen angeht, kommen die "Schauspieler" hier nicht über das Niveau derer hinaus, de sie eigentlich karikieren wollen. Vor allem der junge Judge Reinhold enttäuscht auf ganzer Linie.

Fazit: Ziemlich unlustige gewordene Parodie auf "Freitag der 13" und noch viel mehr der großen Filme von damals. Außer einer gelungenen Carrie-Parodie und den witzigen Morden, hat der Film leider, außer dümmlichen Albernheiten und nicht zünden wollenden Parodien, nichts weiter zu bieten. Denn wenn Cast, Crew und Satire nicht besser (oder wenigstens gleichgut) sind, als die Filme die verhohnepipelt werden, dann bleibt das Ergebnis größtenteils leider unter den Erwartungen zurück!

Wertung: 4/10

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