Review

In der Halloween-Nacht treffen sich zehn Jugendliche in einem örtlichen Spukhaus zum Saufen und Fummeln. Bei einem Partyspiel erwecken sie versehentlich einen bösen Dämon, der nach und nach von allen Besitz ergreift…

NIGHT OF THE DEMONS ist billiger 80er-Jahre-Horror, wie er im Buche steht: doof, absolut ungruselig, langweilig und mit ein bisschen Blut und nackter Haut angereichert. Der Streifen surfte damals ganz klar auf der Dämonen-Welle, die Sam Ramis TANZ DER TEUFEL oder Bavas DEMONI ausgelöst hatten. Der Film ist sehr düster gehalten, ernsthaft Atmosphäre kommt dabei aber leider nicht auf. Im Gegenteil sogar: das Gebotene muss eher als lächerlich abgetan werden.
Was den Film wenigstens ansatzweise sehenswert macht, sind
1.) das Auftreten von Scream Queen Linnea Quigley (HOLLYWOOD CHAINSAW HOOKERS, NIGHTMARE SISTERS, STILLE NACHT HORROR NACHT), die hier eine gar nicht so kleine Rolle innehat. Sie lässt sich ordentlich unters Ballerina-Tutu kucken und in ihrer Brustwarze einen Lippenstift verschwinden – mal ein Zaubertrick, der ganz anderen Art.
2.) die dünn gesäten Gore-FX. Deren Highlight: zwei blutig eingedrückte Augäpfel.
Und 3.) die Dark Wave-Combo „Bauhaus“, die ihren Kracher „Stigmata Martyr“ zum Soundtrack beisteuert.
Naja, wegen des Gores muss man den Streifen also nicht unbedingt gesehen haben. Wegen der packenden Handlung auch nicht. Die aufgeführten Charaktere (eine Gothic-Tussi, eine Ballerina und ein fetter Punker) fallen aber ganz witzig aus. Diese und der schrullige 80’s-Horror-Flair dürften es dem Genre-Liebhaber eben doch irgendwie antun.

„Jetzt ist der richtige Zeitpunkt für Partyspiele.“
– „Ja, wir wollen Postamt spielen und du bist die Briefmarke!“

Fazit:
Gänzlich ungruselige Spukshow, die weit hinter 80er-Jahre-Hits wie RETURN OF THE LIVING DEAD und DANCE OF THE DEMONS zurück fällt.

Details
Ähnliche Filme