Jim Osborne (Joseph Cotten) ist genau der richtige Mann, um das perfekte Verbrechen zu begehen: Als langjähriger, solider Assistant Manager einer Bank würde auf ihn kein Verdacht fallen, würde er seine Bank ausrauben.
Zuerst ist der Raub nur ein harmloses Gedankenspiel. Als er merkt, wie leicht so ein Raub für ihn wäre, wird das Gedankenspiel zur Obession. Und plötzlich ist die Gelegenheit da; Osborne muss schnell handeln.
Seiner Frau (Teresa Wright) erzählt er von einer Geschäftsreise nach Rio, sie darf mitkommen. Tochter Susan will er später einfliegen lassen.
Der Raub geht einigermassen glatt, doch danach scheint sich alles gegen Jim Osborne verschworen zu haben...
"The Steel Trap" packt sein Publikum von Beginn weg. Und das bleibt so bis zum Schluss. Autor/Regisseur Andrew L. Stone hat die Handlung als nicht endende Abfolge von Cliffhangern geschickt konstruiert: Ständig droht irgendeine Tücke des Alltags, Jims Pläne zunichte zu machen und man fiebert mit den Osbornes mit, ob sie es rechtzeitig nach Rio schaffen. Im Verlauf der Handlung verliert Jim graduell seine Ruhe und Sicherheit, worauf seine Gattin zunehmend Verdacht schöpft...
"The Steel Trap" ist in erster Linie eine gelungene Charakterstudie. Die beiden Hauptcharaktere sind stimmig gezeichnet und hervorragend gespielt. Vor allem Joseph Cotten glänzt; er trägt mit seinem nuancierten Spiel den ganzen Film.
Dort wo der Streifen ins Moralisieren gerät, fällt er zwischenzeitlich ab - nicht zuletzt, weil die Dialoge offenbar nicht des Autors Stärke waren. Zudem: Bei aller Spannung wirkt die Handlung mit all ihren Missgeschicken auf Dauer spürbar konstruiert.
Trotzdem: Man sollte sich den Film wegen der packenden Charakterstudie und wegen Joseph Cottens Spiel ansehen.