Review

Nonnen lassen's krachen! 

Einen weiteren Almodóvar abgehakt: Ein Orden seltsamer Nonnen nimmt eine drogensüchtige Nachtclubsängerin auf und verliert sich in Erotik, Drogen und dem ganz weltlichen Wahnsinn…

Sister (Caught In The) Act

„Das Kloster zum heiligen Wahnsinn“ - was ein Titel, typisch Almodóvar. Zwar eher wenig Story und zusammenhaltende Entwicklung, dafür umso mehr einzelnen Episoden, Abstrusitäten und Drogenexzesse. Hier wird wirklich wild gemixt und alles missbraucht, von leicht-lustigen Pillen bis zu schwerwiegenden Lebensgefährdern. Es beginnt bei den ulkigen Namen der Schwestern (Schwester Kot, Schwester Kanalratte) über verruchte Musicalnummern bis zum Tiger im Vorgarten. Das ist alles höchst bunt und unberechenbar, unterhaltsam und weird. Eine echte und voranschreitende Geschichte darf sich aber keiner erwarten. Das ist Almodóvar im „Ich mach einfach mal!“-Modus. Bezaubernd und wild, wirr und banal. Seine Art Frauen von all ihren Seiten - den magisch-schönsten bis zu den dreckig-zerstörtesten - zu zeigen, ist im europäischen Kino allerdings unerreicht. Plus an Einfällen, Farben und Ideen hat es dem Mann eh noch nie gemangelt - und „Kloster zum heiligen Wahnsinn“ ist ein wahres Wimmelbild seines Kopfkinos. 

Ein bunter Strauß süßer Drogen

Fazit: frech, frivol, für keine Schandtat zu fein oder gläubig… dieses Kloster ist ein wahnsinnig weiblicher Schweinestall! 

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