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Michael Moore, der sich vor einem Jahr durch die oscarprämierte Doku ``Bowling for Columbine``mit der amerikanischen Waffenlobby anlegte ,geht mit ``Fahrenheit 9/11`` seinem neusten Hobby nach, ``Bush-bashing``.Wer seine vorherigen Werke kennt weiß was man von diesem Film zu erwarten hat, eine sehr informative aber auch gleichzeitig humorvolle und spannende Dokumentation. Moore versteht es meisterhaft zwischen schockierenden und lustigen Szenen zu wechseln. Während die erste Hälfte des Films durch schnippige Kommentare, schnellem Schnitt, und geschicktem Musikeinsatz den Zuschauer zum Lachen bringt, wirkt die zweite Hälfte eher schockierend und regt zum Nachdenken über Baby-Bush`s Politik an. Wenn z.B die zuvor patriotische und überzeugt republikanische Mutter eines gefallenem Soldaten des Irakkrieges realisiert wie unnütz der Krieg und der Tod ihres Sohnes war und schließlich vor dem Weißen Haus weinend zusammenbricht ist auch der Zuschauer zu Tränen gerührt. Diese traurigen Szenen hat Moore genauso exzellent umgesetzt wie die Parodie auf Bonanza mit den führenden Köpfen des Bushregimes in den Hauptrollen. Moore hat eine Doku geschaffen, die die goldene Palme von Cannes mehr als verdient hat, ihm ist auch ein weiterer Oscar zu gönnen. Moore schaffte es sogar den Dokumentationsfilm für die breite Masse interessant zu machen und dieses Genre vom Vorurteil der Langeweile zu befreien. Eigentlich hätte dieser Film 10 Punkte verdient(sogar eine 11 wenn er die Wiederwahl Bush`s verhindert) aber weil er mit der Zeit an Reiz verliert, da es ja irgendwann mit der Herrschaft Bush`s vorbei ist verliert er einen Punkt. (9/10)

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