Review

Der Superbulle und die Halbstarken (4/10)

Also vorweg: sympathisch ist Ralf Moeller, das ist gar keine Frage. Nur eines stört: er kann einfach keine Worte richtig intonieren. Konnte sein grosses Idol Arnold am Anfang auch nicht, nur waren dessen Filme etwas besser als diese schnell abgedrehte Schmonzette.

Moeller ist ein Polizist, der eine fette russische Schriftstellerin beschützen soll. Da er die Fette am Anfang vor Kugel schützen muss, und sie kurzerhand in eine grosse Mülltonne steckt (gute Idee), wird er zu einigen Problemkindern gesteckt, irgendwo auf einer Insel in Portugal. Das wars: die Story interessiert eh keinen.

Schneller Aufbau der Personen: schwarz weiss. Sozialromantisch: alle Jugendlichen werden am Ende dicke Freunde, und sind plötzlich keine Problemfälle mehr. Auch Moeller darf mit der am Anfang zickigen Jugendleiterin anbändeln. Ach, das ist alles so schön....

...rutscht aber schnell in eine gefühlduselige Sosse ab, dass irgendwie alles schnell lächerlich wirkt. Möller hampelt, zeigt seine Knödel, intoniert alles falsch, und einige Gags sind einfach falsch gesprochen oder zu lahm oder beides. Da helfen auch Anspielungen nicht: "Wer bist Du denn? Conan?"

Kindergartencop meets Bootcamp light. Eine Mischung, die sich leider nicht ganz verträgt da clichegeladen hoch zehn.

Trotzdem: ich habe schon schlimmeres gesehen. Aber auch besseres.

Und zu Moeller: gebt dem Mann ironischere Rollen, in denen er sich auch mal selbst verarschen kann, und holt einen Regisseur, bei dem der Zuschauer nicht einpennt. Denn das fehlt dem Film: Tempo.

Und die Effekte? Uijuijui, der Modellhelikopter fliegt ins Modellboot.

Naja, wem's gefällt.

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