Von Episoden-Horrorfilmen bekommt man ja irgendwie nie so wirklich genug. Dieses kleine B-Movie serviert uns vier Geschichten, die sogar zum Wahnsinn führen und daher nur im Beisein eines Arztes, oder zumindest eines Zivildienstleistenden, gesichtet werden dürfen. Naja, mal sehen…
In Story Nr. 1 geht’s um einen kleinen Jungen und dessen imaginären Freund, einen bengalischen Tiger, welcher aber gar nicht mehr so irreal zu sein scheint, als die lieben Eltern mal wieder etwas grob mit ihrem Dreikäsehoch umspringen.
- Nette Geschichte und auch gut spannend, obwohl man sich bereits von Beginn ab denken kann, wie der Spuk ausgeht.
In Story Nr. 2 geht’s um ein altes Erbstück, um genauer zu sein um das alte Hochrad von Onkel Albert, mit dem man in die Vergangenheit reisen kann.
- Riesenschmarn! Mit Abstand das schlechteste, bescheuertste und ungruseligste Geschichtchen im Bunde.
Die dritte Geschichte handelt von einem Kunstliebhaber, der sich in einen morschen Baumstamm mit weiblich anmutenden Formen verguckt hat, und dessen Frau, die in ihrer Eifersucht auf das stinkende Stück Holz rasend wird.
- Ebenfalls ein Riesenschmarn, aber definitiv so bescheuert, dass man schon wieder drüber schmunzeln kann.
Die vierte und letzte Geschichte erzählt von einem Mann, der für ein rituelles Blutopfer noch eine Jungfrau klarmachen muss.
- Ganz nett und erinnert auch irgendwie an „Blood Feast“, unter Strich aber echt nix besonderes.
Tja, das Resümee zur letzten „Campfire Tale“ fasst auch gleich meinen Eindruck vom gesamten Film zusammen.
Fazit daher:
Kann man kucken, ist aber echt nix besonderes und zum Wahnsinn führt einen hier auch nix. Sind „Geschichten aus der Schattenwelt“, „Tales from the Crypt“, „Body Bags“ oder „H. P. Lovecraft’s Necronomicon“ in Greifweite, dann sollte man wohl lieber einen von denen einlegen.
In einer kleinen Rolle taucht gar Donald Pleasence auf, damit man halt einen Namen hat, den man aufs Cover schreiben kann, aber der allein reißt auch nicht mehr viel raus und bei mir schon dreimal nicht.