Review
von Leimbacher-Mario
Yummy, yummy I got a Claw in my Tummy!
„Girls Nite Out“ zieht sich. Ein paar erstaunlich berühmte Songs („Summer In The City“), ein Bodycount im zweistelligen Bereich und ein Killer im Bärchenkostüm (!) lenken leider nur sehr bedingt davon ab, dass man die meiste Zeit dümmlich-notgeilen „Teens“ (die von gefühlt Fast-40-Jährigen gespielt werden) beim Trinken, Flirten, Bumsen und Feiern zuguckt - was nicht wirklich ansteckend gute Laune macht…
„The Scaremaker“ (wie während der Produktion geplant) wäre wohl ein besserer Titel gewesen. Gerettet hätte das diesen seichten Slasher aber natürlich nicht im Geringsten. Es gibt die vielleicht ältesten Darsteller für Teenager, die ich je gesehen habe. Selbst in Slashergefilden. Das ließ mich öfters schmunzeln. Außerdem ist ein Killer im Bärchenkostüm natürlich auch ein Unikum und Sonderfaktor. Im Endeffekt aber wohl das Einzige, was bei diesem Maskottchenmassaker lose hängen bleiben wird. Die Mädels zeigen nichts, die Kills sind meist harmlos, die ellenlangen Partydialoge und allgemein die Figuren zehren an den Nerven und verteilen null Kurzweile oder „Animal House“-Vibes. Der etwas unterbelichtete und schattige Schmuddellook, näher an „Black Christmas“ oder dem originalen „Halloween“, sagt mir noch stellenweise zu. Weder Hochglanz noch High Quality. Doch die Bilanz bleibt achselzuckend und gähnend: im besten Fall noch ein Lückenfüller mit nur ganz wenigen gelungenen Momenten. Geduldsprobe ohne Happy End. Obwohl die letzten Minuten noch mit das Beste und Bizarrste sind. Bis dahin gibt’s Magerquark und Partypeinlichkeiten.
Fazit: dunkler und dummer Slasher zwischen Basketball, Sex und Parties… Eigentlich alle Grundzutaten abgehakt, dennoch/gerade deshalb alles andere als eigen, herausragend oder bärenstark. Nur eine skurrile Fußnote für Slasher-Komplettionisten!