Review

Last Stichmas


Killer-Weihnachtsmann-Slasher gibt’s viele. Und ich würde gerne sagen, „To All a Goodnight“ würde da herausstechen, er würde irgendetwas anders machen und hätte spezielle Fähigkeiten, die ihn zum Xmas-Tipp für Horrornerds werden lassen. Doch eigentlich macht er gar nichts Besonderes oder herausragend - und lässt sich dennoch lockerleicht an einem verschneiten Freitagabend im Dezember weggucken. Erzählt wird von ein paar Collegemädels, die es sich über die Weihnachtszeit mit ein paar männlichen Freunden, Verehrern und Gespielern gemütlich machen und Spass haben wollen - doch es geht ein mordender Santa um, der es den hormongesteuerten Teens nicht leicht macht, sich aufs Wesentliche zu konzentrieren - dem Fummeln und Feiern... 

Was sticht an „To All a Goodnight“ heraus? Außer dem witzigen deutschen Titel und dass es sich um das Regiedebüt und einzigen Film von David „Krug“ Hess handelt - Nichts. Leider. Zumindest nichts wirklich positiv. Das muss bzw. darf man ganz ehrlich sagen. Die Kills gehen in Ordnung, scheinen in ihren Spitzen allerdings vom Camp Crystal Lake und einigen Giallos blutleer geklaut. Zudem bleibt keine der Figuren hängen, weder positiv noch negativ. Die Auflösung ist ebenfalls schnell erraten und verpufft ziemlich. Score, Inszenierung, Darsteller, Goregehalt reißen ebenfalls alle keine Bäume aus. Nicht störend schlecht, aber noch viel weniger begeisternd. An guten Tagen kann man den in seine Top-Xmas-Horror-Liste aufnehmen. An schlechten Tagen, weiß man sofort, warum Hess nicht öfters auf dem Regiestuhl Platz genommen hat und es gibt genug Angriffsfläche um ihn abzustrafen. Vor allem spannungstechnisch ist das zu oft erbärmlich daneben. Insgesamt ist „To All a Goodnight“ generisch, ungefährlich und beliebig, ebenso aber auch nett und schmerzlos. Das ungewohnt warme California-Winter-Setting ist mal etwas anderes und erfrischend nicht verschneit, der Killer versteht keinen Spaß und die Halbstarken sind mal nicht durch die Bank ätzend überzogen. All das macht den Film guckbar. Für Slasher-Fans. Vom 1. bis 26. Dezember zumindest. 

Fazit: der letzte Santa links?! Hess' Xmas-Slasher hat zwar einen der ersten Killer-Weihnachtsmänner, aber nicht einen der besten. Dennoch: diese gar nicht so stille und noch viel weniger fröhliche Nacht kann man als Slasherfreund sehr einfach und erfreut weggucken. Vor allem momentan in „the most wonderful time of the year“. Nicht zu viel erwarten und ein festliches Auge zudrücken, dann läuft's. Einigermaßen. 

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