Als Harry Potter Fan war ich besonders gespannt auf die Verfilmung des dritten Teils, da dieser Band für mich bis jetzt das absolute Highlight darstellt. Die Verfilmung von "Harry Potter und der Gefangene von Askaban" muss sich aber leider trotzdem nach mehrmaligem Sehen knapp hinter den ersten beiden Teilen anstellen. Woran liegt`s?
Zuerst einmal am Wechsel des Regisseurs: Alfonso Cuaron macht seine Sache zwar sehr ordentlich, doch warum verlagert er Hogwarts an einen anderen Ort? Bessere Drehbedingungen, billigerer Drehort? Ich weiß es nicht, jedenfalls ging durch den Standortwechsel einiges an Atmosphäre flöten. Desweiteren werden einzelne (wichtige) Teile des Buches nur kurz behandelt oder einfach weggelassen, z. B. das Eindringen von Sirius Black in das Schlafgemach oder das Quidditchmatch, bei dem sich Malfoy und Co. als Dementoren verkleiden. Außerdem ist die Anfangssequenz bei den Dursleys meiner Meinung nach zu kurz geraten.
Doch schlecht ist der Film beileibe nicht. Mit Gary Oldman als Sirius Black und David Thewlis als Professor Lupin hat man zwei großartige Schauspieler engagieren können, die ihre Rollen sehr glaubhaft verkörpern. Leider muss sich Emma Thompson als Professor Trelawney hinten anstellen, da sie doch reichlich überdreht spielt und bisweilen nervt! Sehr gut gefällt mir die Darstellung von Hogsmeade, jenes kleine Dorf, in das Harry leider nicht mitdarf. Dieses ist sehr liebevoll gestaltet worden.
Fazit: Ich hatte einfach zu große Erwartungen an den Film, die nicht alle erfüllt werden konnten, eine gewisse Enttäuschung war beim ersten Mal sehen auf jeden Fall vorhanden. Trotzdem kann ich nicht sagen, dass ich mich gelangweilt hätte, und das ist es doch eigentlich, was zählt! Nach mehrmaligem Sehen bin ich letztendlich doch ganz zufrieden, weswegen ich guten Gewissens 8 Punkte geben kann! Bin mal auf Teil 4 gespannt...