Harry Potter und der Gefangene von Askaban ist nun schon der dritte Harry Potter Film. Der erste Film war ganz nett und der zweite schon sehr gut, also hatte ich auch an den dritten Film große Erwartungen, zumal ich von diesem Film auch das Buch gelesen hatte. Meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht!
Der Film beginnt wie immer bei den Durslys, bei denen Harry in der Ferienzeit immer wohnt. Schon hier merkt man das der Film um einiges rasanter ist als die Vorgänger, aber irgendwie muss man 800 Seiten auch in 2 Stunden verfilmen. Nach ca. 5 Minuten geht das neue Abenteuer von Harry Potter auch schon richtig los und bietet mehr Spaß als die vorherigen Verfilmungen.
Das erste was man bei Harry Potter und der Gefangene von Askaban merkt, ist das der Regisseur gewechselt hat. Der Look des Films hat sich völlig verändert. So laufen die Schüler nun ich ganz normalen Klamotten rum und auch die Lehrer (z.B. Professor Dumbeldor) haben neue Klamotten bekommen. Überhaupt ist der ganze Film um einiges düsterer gehalten. Allerdings wirkt das ganze Schloss und seine Umgebung so um einiges magischer als in den Vorgängerfilmen. Mir persönlich hat das sehr gut gefallen. Aber auch die Charaktere haben sich verändert. So wirken alle Charaktere um einiges erwachsener als in den ersten beiden Filmen und man bekommt hin und wieder auch mal einen Wutausbruch von Harry zu sehen oder sieht das Ron und Hermine sich etwas näher kommen. Auch dies sind Punkte die mir sehr gut gefallen haben.
Die Darsteller sind alle aus den ersten beiden Filmen bekannt und spielen ihre Rollen gekonnt. Allerdings sind gerade die jungen Darsteller von Harry Potter und Co um einiges gealtert und wirken nun nicht mehr so kindlich. Bei den neuen Rollen sticht besonders Gary Oldman als Sirius Black hervor. Ihm kauft man den verlotterten Flüchtling sofort ab. Auch der neue Darsteller des Dumbeldor spielt gekonnt und kann in seiner Rolle überzeugen.
Bei den Effekten wurde tief in die Trickkiste gegriffen und so gibt es keine Patzer. Überall auf dem Schulgelände sind Geister und magische Wesen, die das ganze Hogwarts viel lebendiger erscheinen lassen. Besonders gelungen sind die Dementoren von Askaban und der Hippogreif Seidenschnabel. Harrys Ritt auf dem Hippogreif gehört wohl zu den schönsten Spezialeffekten die ich dieses Jahr auf der Leinwand gesehen habe und die Dementoren kommen richtig schön düster rüber. Nur der Werwolf war in meinen Augen nicht so gelungen. Trotz der ganzen Effekte ist der Film aber nicht überladen. Hier scheint man doch gut aufgepasst zu haben.
Harry Potter und der Gefangene von Askaban ist eine gelungene Umsetzung des Buches und übertrifft die Vorgängerfilme bei weitem. Der Film ist um einiges rasanter und düsterer geworden. Einzigster Kritikpunkt ist das viele Sachen aus dem Buch weggelassen wurden, die doch recht interessant sind. Eine FSK ab 12 ist übrings völlig berechtigt, da der Film sogar stellenweise recht blutig ist (für einen Harry Potter Film). Ich kann jedem nur empfehlen sich diesen Film anzuschauen und sich von Harry Potter in den Bann ziehen zu lassen. Man wird hier bestens unterhalten!
9 von 10 Punkten