Ich mag Kartoffeln. Sie sind nicht nur lecker, sondern auch überraschend vielseitig. Das lernt auch Prügelknabe Steve Chase, der mit der Rettung des Wissenschaftlers Dr. Kane beauftragt wird. Dieser stieß bei der Erforschung von Kartoffeltreibstoff auf eine Droge zur Gedankenkontrolle. Schlimme Sache, also stellt man ein Team zusammen, in dem von Ivan Hill inszenierten Klopper hören die Mitglieder auf klangvolle Namen wie Hot Dog oder Gorilla. Zusammen will man dem Schurken Marduk (weder aus Babylon noch Schweden) und seiner unfähigen Elitetruppe das Handwerk legen.
Das geht mit allerlei Prügeleien vonstatten, diese kommen in regelmäßigen Abständen, sind aber wenig aufregend oder eindrücklich. Chase kämpft also an der Seite von Trailer Park Man und Schwebefliege (oder so ähnlich) gegen den Bösewicht mit dem angeklebten Bart, die deutsche Synchro liefert manch bescheuerten Dialog dazu, was den saudummen Plot erträglicher macht. Trotz einiger aus der Zeit gefallener Zeilen. So funktioniert „Kill and Kill Again“ als Komödie besser denn als Actionfilm. Denn er ist selten witzig wenn er es sein will, dafür öfters aus Versehen. Und bei allen Unzulänglichkeiten ist das Teil immerhin streckenweise in seiner Doofheit unterhaltsam. Wenn man Bock auf sowas hat.
„Ich hasse englische Pferde.“
Was er sein will, kann er nicht wirklich. Was er nicht sein will dafür immerhin manchmal.