Review

Um gleich zu Beginn dieses Reviews auf den – zumindest für manche Zuschauer – wichtigsten Punkt einzugehen: Nein, Linda Blair entblößt ihre Brüste in GROTESQUE nie...

Aber auch noch so viel nackte Frauenhaut hätte überhaupt nichts daran geändert, dass GROTESQUE ein grottenschlechter Film ist. Ja, klar, Trash-Fans werden immerhin einige Augenblicke amüsant finden. Und dies ist auch der einzige Grund, weshalb ich diesem Machwerk nicht das Punkteminimum vergebe.

Zur Story:
Ein liebenswürdiger Maskenbildner hat eben die Arbeiten für einen neuen Horrorfilm beendet. Gemeinsam mit seiner Ehefrau, der Tochter sowie eine ihrer Freundinnen, möchte er für einige Tage in einem entlegenen Waldhaus entspannen. Da taucht plötzlich eine Gruppe brutaler Punks auf. Diese wollen Geld erbeuten – und am liebsten gleichzeitig ihre sadistischen Neigungen ausleben...

In der "Strory" von GROTESQUE kommt dann aber auch noch ein seltsames Monsterwesen, ein Werwolf usw. vor.
Der Gesamtaufbau des Films ist unglaublich lächerlich. Es scheint so, als ob der letzte Teil des Films nur aus dem Grund angehängt wurde, um eine genügend lange Laufzeit zu erhalten.

Die kleineren Goreszenen wurden nicht selten schwach realisiert, viele der Masken sind schlicht peinlich. Auch der Score gehört keinesfalls zu den besten der Filmgeschichte...
GROTESQUE bietet auch einige krasse Filmfehler. Nur ein Beispiel: Da sieht man deutlich, dass im Wald ein Gewitter tobt. Wenige Augenblicke später rennen einige der Darsteller durch eine Schneelandschaft...

Klar, bei einem typischen Trash-Film wäre dies egal, vielleicht sogar besonders amüsant. Nur ist GROTESQUE kein solcher Genrevertreter. Die Szenen mit den (extrem klischeehaft dargestellten) Punks wirken beispielsweise sehr "ernst".
Genügend Sleaze und/oder Gewalt, um zumindest ein anderes Zielpublikum zufriedenzustellen, bieten diese Filmminuten jedoch ebenfalls nicht.

Einzelne Trash-Fans werden die absurde Geschichte und die Szenen mit den billigen Masken bestimmt amüsant finden. GROTESQUE bietet jedoch viel zu viele langweilige und auch (zu) ernst gemeinte Filmminuten, die wirklich niemandem gefallen dürften.

Ganz schwach.

2,5 Punkte

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