Review

Grandioser Auftakt - mäßiger Mittelpart - verblüffendes Ende: So könnte man diesen Giallo im Schnelldurchlauf kategorisieren. Wie immer gibt es ein heiteres Rätselraten um den Mörder, wie so oft sind viele Dinge nicht so wie sie scheinen...

Wie gesagt, Anfang ist vielversprechend: Gleich zu Beginn werden mehrere Damen die Folterkammer des Lord Cunningham entführt, der einige wirklich nette, wenn auch nicht allzu exzessive Spielchen mit ihnen veranstaltet. Der Nudity-Faktor ist hoch und die gesetzten Erwartungen ebenfalls. Sleaze-Pur ist angesagt, der Film bislang noch in der Ecke "Trash-Horror" anzusiedeln.

Ca. ab der 30 Minute setzt dann der Giallo-Part ein: Es tauchen noch mehrere Personen in diesem Verwirrspiel auf, falsche Fährten werden gelegt und der vermeintliche Lord Cunningham zeigt sich erstmals von seiner menschlichen Seite. Leider kommt dieser - der längste - Abschnitt nicht ganz ohne Längen aus. Zwar ist der Plot konsequent solide inszeniert, die Stimmung manchmal richtig schön gruftig, doch hin und wieder wird sich der Zuschauer wohl dabei ertappen gedanklich abzuschweifen. Es gibt allerdings noch ein wenig nackte Haut zur Auflockerung, so dass der Giallo-Part immer noch im oberen Mittelmaß anzusiedeln ist.

Last but not least das Ende: Überraschend, vielleicht sogar etwas weit hergeholt, aber dennoch für ein Aha-Erlebnis gut. Etwas zu verraten wäre Spielverderberei. Trotzdem: Von alleine auf die Lösung kommen ist fast schon unmöglich, soviel mal vorne weg...


Alles in allem ein durch und durch solider Giallo. Kein Film den ich mir jeden Tag anschauen könnte, aber mit guten Darstellerleistungen und viel Atmosphäre. Von 10 möglichen Punkten gibt es 7 mit Tendenz zur 8.

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